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Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
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auf den Ertrag des Waldes einzuſehen. So wie uͤber⸗ haupt ein Volk ſich wohler befindet und eine hoͤhere Stufe der Vollkommenheit erreicht, welches uͤber das, was ihm frommt, aufgeklaͤrt wird, als das, welches man zwingen will dieſem gemaͤß zu handeln, ſo iſt es auch bei der Forſtwirth⸗ ſchaft. Das Streben es muͤndig zu machen, iſt fruchtbarer als die beſte Vormundſchaft.

In den Staatsforſten ſoll die Verwaltung allerdings ſo wirthſchaften, wie es das Beduͤrfniß der Geſellſchaft im All⸗ gemeinen fordert. Es laſſen ſich aber deshalb auch nicht ganz allgemeine Grundſaͤtze aufſtellen, eben weil die Beduͤrf⸗ niſſe ſo ſehr verſchieden ſind. Jeder Forſt muß mit Ruͤckſicht auf die ſpeciellen an ihn zu machenden Anſpruͤche behandelt werden. Je mehr eine Wirthſchaft den Beduͤrfniſſen entgegen⸗ kommt, deſto beſſer iſt ſie. Die, welche amn dringendſten ſind, muͤſſen am mehrſten beruͤckſichtigt werden.

Es iſt ſehr ſchwer, fuͤr eine große Staatsforſtverwaltung, ſogar oft unmoͤglich, ſie in dieſer Hinſicht fuͤr jeden Forſt alle einzeln zu claſſificiren, und ſie nach ihrer groͤßern oder gerin⸗ gern Wichtigkeit zu ordnen. Jeder, welcher ein Beduͤrfniß hat, ſetzt es uͤber das des Andern.

Es giebt aber ein Merkmal, woran man mit Sicherheit erkennen kann, ob eine oder die andere Nutzung aus dem Walde, der Nation mehr werth iſt, und darum vorgezogen werden muß, weil ſie am mehrſten bedurft wird. Dies iſt das Einkommen, welches ſie gewaͤhrt.

Jeder Menſch bezahlt eine Sache in dem Verhaͤltniſſe wie er ſie bedarf oder ſie gebrauchen kann, um dadurch Zwecke zu erreichen. Hoch das Unentbehrliche, niedrig das Ueber⸗ fluͤſſige, reich lich das, was er ſehr gut benutzen kann und was ihm wieder viel eintraͤgt, gering, was einen geringern Grad von Brauchbarkeit hat.

Deshalb darf man immer nur unterſuchen, was der Wald bei einer oder der andern Art der Bewirthſchaftung

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