30 Klaſſe 1. Säugetiere.
Mäuſejahren kommt außer der gewöhnlichen, im Frühlinge ſtatt⸗ findenden Fortpflanzung noch ein zweiter Wurf vor. Die Zahl der Wieſel, welche ſich in einer von Feldmäuſen heimgeſuchten Gegend findet, kann eine ſehr große ſein und jene räumen unter den ſchäd⸗ lichen Nagern in ganz außerordentlicher Weiſe auf. Doch ſind die Wieſel im Winter noch ungleich nützlicher als im Sommer. Sie ver⸗ folgen die auf dem Felde den Winter überſtehenden Mäuſe ſogar unter dem Schnee; und das Töten der Mänuſe in dieſer Zeit kann auf das ſchädliche Auftreten der Nager im folgenden Sommer großen Einfluß
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————— Fig. 27. Der Dachs(Meles taxus); ½ d. n. Gr.
ausüben, weil ein einziges Pärchen, das den Winter auf dem Acker überſteht, bisweilen im Spätſommer 200 Nachkommen aufzuweiſen hat. Die Griechen hielten in ihren Häuſern Wieſel, ſtatt der Katzen, zum Mäuſefang.
6. Der Nörz(Foetorius lutreola), ſo groß wie ein Iltis, ver⸗ mittelt gewiſſermaßen den Übergang von den Iltiſſen zu den Fiſch⸗ ottern. Beine und Ohren kurz. Pelz glatthaarig, auf dem Rücken, ſowie auf dem Bauche braun; Kinn, Lippen und kleiner Fleck am Halſe weiß. Schwanz= 1 des Körpers.— In waſſerreichen Gegenden, am Ufer eines Fluſſes, Sees oder Teiches.— Frißt Waſſerratten, Waſſervögel, Fröſche, Salamander, Fiſche, Krebſe, Waſſerinſekten, Waſſerſchnecken und Muſcheltiere.— Holſtein, Mecklenburg, Pommern, Brandenburg, Schleſien.
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