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Zoologie für Landwirte : Mit 194 Textabb. / von J. Ritzema Bos
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Einleitung.

I. Einteilung des Tierreichs.

Es giebt Tiere, die einander ſo ähnlich ſind, daß man ihnen den⸗ ſelben Namen giebt. Man zählt ſolche Tiere zu derſelben Art. Tiere, welche zwar ſo ſehr verſchieden ſind, daß ſie zu verſchiedenen Arten ge⸗ zählt werden müſſen, die jedoch in den meiſten, namentlich in den wichtigſten Merkmalen übereinſtimmen, bringt man in dieſelbe Gattung. Haſe und Kaninchen, Pferd und Eſel bringt man zu verſchiedenen Arten derſelben Gattung. Einander ähnliche Gattungen werden zu einer Familie vereinigt; der Baum⸗ oder Edelmarder und der Hausmarder gehören beide zur Mardergattung, während das kleine Wieſel und das Hermelin verſchiedene Arten der Wieſelgattung ſind, doch ähneln ſich dieſe beiden Gattungen wieder ſo ſehr, daß man ſie zu einer Familie, zu der der Mardertiere, vereinigt. Familien, welche nahe ver⸗ wandt ſind, bilden zuſammen eine Ordnung. So bildet die Familie der Marder zuſammen mit der der Hunde, der Katzen u. ſ. w. die Ordnung der Raubtiere, welche alle der Hauptſache nach dasſelbe Gebiß, denſelben Bau der Klauen, dieſelbe Lebens⸗ und Nahrungsweiſe haben. Mehrere ſich aneinander anſchließende Ordnungen vereinigt man in eine Klaſſe. So bilden die Raubtiere, die Wiederkäuer, die Nagetiere u. ſ. w. verſchiedene Ordnungen der Säugetier⸗Klaſſe, während z. B. die Raubvögel, Tauben, Hühner in eine zweite Klaſſe, die der Vögel, gebracht werden. Aber ſowohl die Vögel als die Säuge⸗ tiere haben ein Skelett, deſſen Hauptſtütze die Wirbelſäule iſt; man bringt ſie deshalb in einen Kreis, den der Wirbeltiere; während die Schnecke in den Kreis der Weichtiere, der Tauſendfuß in den der Gliedertiere gebracht wird.

Demgemäß teilt man das Tierreich in Kreiſe, die Kreiſe in Klaſſen, die Klaſſen in Ordnungen, die Ordnungen in Familien, die Familien in Gattungen, die Gattungen in Arten ein. Tiere derſelben Art, welche durch mehr oder weniger konſtante Unterſchiede verſchieden ſind, gehören verſchiedenen Raſſen(Kultur⸗ oder geo⸗ graphiſchen Raſſen) an.

Es giebt zwar viele Tierarten, welche ihrem Außern nach dem Volke genügend bekannt ſind und alſo mit einem beſtimmten deutſchen Namen bezeichnet werden, doch giebt es eine weit größere Zahl von

Bos, Zoologie. 3. Auflage. 1