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28 Klaſſe 1. Säugetiere. mag er durch das Töten vieler Feldmäuſe, Waſſerratten, Hamſter u. ſ. w. mehr nützen, als der Schaden beträgt, den er durch das Auf⸗ freſſen nützlicher Singvögel verurſacht. Im Winter aber wird er durch ſeine ungewünſchten Beſuche in Hühner⸗ und Taubenſtällen ſehr ſchädlich. Er tötet die Vögel und raubt die Eier, welche er, ohne ſie zu zerbrechen, ausſaugt. Auch richtet er im Winter in Bienenſtöcken großen Schaden an, da er gern Honig frißt.
Das Frettchen(Foetorius furo) iſt wohl eine kurzbeinige, meiſt weiße, dann auch rotäugige Spielart des gewöhnlichen Ratzes.
Fig. 25. Der Steinmarder(Mustela foina); d. n. Gr.
4. Das Hermelin oder das große Wieſel(Foetorius erminea, Fig. 26), Rumpf 30 cm, Schwanz 9 cm. Schlank; der Rumpf hat kaum mehr Umfang als der Kopf. Schwanz länger als bei der folgenden Art. Sommerpelz oben zimmetbraun, unten weiß. Schwanz zimmetbraun mit ſchwarzer Spitze. Winterpelz ggnz weiß, nur das Schwanzende bleibt ſchwarz.— Am meiſten auf Äckern, wo Anlagen oder Gehölz ſich in der Nähe befindet, und immer in großer Zahl in den Dünen wegen der daſelbſt lebenden Kaninchen. Das Hermelin raubt hauptſächlich bei Nacht; dann beſchleicht es Mäuſe, Ratten, Hamſter, Kaninchen, Haſen, Singvögel; auch wird es bisweilen in Taubenſchlägen und Hühnerſtällen ſehr ſchädlich. Doch läßt ſich ſagen, daß das Hermelin im ganzen mehr nützt als ſchadet.
5. Das kleine Wieſel(Foetorius vulgaris), auch„Heermännchen“ genannt. Kleiner als das Hermelin. Kopf größer und dicker als der
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