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Beſtehorn's brauner Kolbenweizen. O.
Neue, noch wenig bekannte Züchtung aus Shiriff's Square-headed und märkiſchem Braunweizen.— Beſtehorn hat noch andere Sorten ge⸗ züchtet; ſein Beſtreben, den Weizen durch künſtliche Kreuzung zu ver⸗ beſſern, verdient alle Anerkennung.
Kaiſer⸗Weizen. O. Für naſſen, aufziehenden Boden beachtenswert, obwohl die Qualität des Kornes nicht vorzüglich. Sehr winterfeſt. Keſſingland⸗Weizen. O.
Stammt aus England. Wegen ſeiner Ergiebigkeit an Korn und Stroh am Rhein und in Sachſen ꝛc. angebaut, trotzdem er in ſtrengen Wintern gänzlich auswintert.
5. Spalding's Prolific⸗Weizen, Engliſcher Sandweizen. O.
Aus Schottland nach Deutſchland eingeführt. Für leichteren Boden geeignet. Nicht ganz winterfeſt.
.Roter Goldtropfen-Weizen. Verbeſſerte Form: Hallet's Pedi-
gree Golden-drop(Red). O. In England und Nordfrankreich ſehr verbreitet. Auch am Rhein und in Sachſen angebaut. Nach den vergleichenden Verſuchen in Rothamſted die beſte der Hallet'ſchen Züchtungen. Verlangt reichen Boden. Nicht winterfeſt. Prinz Albert-Weizen. O. Stammt aus England. In bezug auf den Boden nicht ſehr anſpruchs⸗ voll. Ziemlich winterfeſt. Roter deutſcher Weizen. O. Seit 1873 von W. Rimpau in Schlanſtedt, Provinz Sachſen, gezogen. Auf Lehm⸗ und Lehmmergelboden ertragreich. Winterfeſt. Rotähriger Probſteier⸗Weizen. O. Stammt aus der Probſtei in Holſtein. Ergiebiger als der weißährige Probſteier. Für gute Lehm⸗ und Mergelböden geeignet. Saatgut aber nicht einheitlich, weil aus begranntem und unbegranntem Weizen ge⸗ miſcht. Winterfeſt.
II. Abtheilung: Bartweizen. Ähre begrannt. I. Gruppe: Weißkörnige Bartweizen. Körner weißlich oder hellgelb. Sorten: Shirreffs weißer Bartweizen. Shirreff's bearded White. O Durch Auswahl gezüchtet von Patrick Schirreff in Schottland. Als
Winterweizen ſelbſt für Weſtdeutſchland zu weichlich. Als Sommer⸗ weizen der Beachtung wert. Korn weißlichgelb, klein, aber ſchwer.
II. Gruppe: Rotkörnige Bartweizen. Körner rotgelb, rot oder bräunlich. Sorten:
Clever Hochland⸗Weizen. S 3 Stammt aus Holland und den nördlichen Diſtrikten der Rheinprovinz. Seine Kultur iſt auch in den öſtlichen Provinzen des Reichs verbreitet.


