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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
Seite
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Weizenformen zu einer oder zu mehreren Arten gehören. Die Formen, welche dabei in betracht kommen, laſſen ſich in folgender Weiſe gruppieren: Überſicht der Weizenarten. I. Macktweizen. Ahrenſpindel zähe. Körner beim Dreſchen aus den Spelzen fallend.

1. Gemeiner Weizen, Triticum vulgare.

2. Bauchiger oder ſog. engliſcher Weizen, Triticum turgidum. 3. Glasweizen, Triticum durum.

4. Gommer oder ſog. polniſcher Weizen, Triticum polonicum.

Fig. 142. Keimling des Weizens, Triticum vulgare, mit 3 Würzelchen.

II. Spelzweigen. Ahrenſpindel zerbrechlich; ſie zerbricht beim Dreſchen in ſo viele Stücke, als ſie Glieder hat; an jedem Stück bleibt ein Ahrchen, und in den Ahrchen bleiben die Körner ſitzen. 5. Spelz oder Dinkel, Triticum Spelta. 6. Emmer, Triticum amyleum s. dicoccum. 7. Einkorn, Triticum monococcum.

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Unter den Nacktweizen zeigen der gemeine Weizen, der bauchige Weizen und der Glasweizen verhältnismäßig geringe Unterſchiede. Üüberdies ſind ſie durch Übergangsformen miteinander verbunden. Auch künſtliche Kreuzungen waren von Erfolg(Vilmorin). Es iſt daher zuläſſig, dieſe drei Formen zu einer Art zuſammenzufaſſen.

Etwas ferner ſteht der Gommer, der ſich auf den erſten Blick an den auffallend langen und ſchlaffen Klappen erkennen läßt.(Vergl. Fig. 143 und 144.) Ein ſcharfer Unterſchied zwiſchen dem Gommer und den übrigen Nacktweizen iſt aber gleichfalls nicht vorhanden. Auch will Jordan*) einen fruchtbaren Baſtard zwiſchen Gommer und Wunder⸗

*) Fr. Körnicke und H. Werner, Handbuch des Getreidebaus, I, S. 94.