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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
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Zahl von Jahr zu Jahr zunimmt, wird ganz von ſelbſt zur folge haben, daß die Scheunen teilweiſe zu anderen Zwecken benutzt und, wo ſie neu zu erſtellen, nicht ſo groß gebaut werden, wie früher. Im Weſten des deutſchen Reiches wird ja ſchon jetzt ein großer Teil der Ernte auf dem Felde ausgedroſchen. Fig. 137 veranſchaulicht das Arbeiten mit der Pampſdreſchmaſchine

Im Oſten dagegen wird ſich die Praxis, den Scheunenraum für eine Mittelernte zu berechnen und, was darüber, in gut unterlegte und gut eingedeckte Sober zu bringen, vorausſichtlich noch lange erhalten. Die Einführung der Dreſchmaſchine, ſei es mit Dampf⸗ ſei es mit Göpelbetrieb, ſtößt hier auf Sehuerigkeiſone e die teils in den klimatiſchen,

teils in den Arbeiterverhältniſſen liegen. Die Güter ſind hier bekanntlich

darauf angewieſen, ſtändige Arbeiterfamilien zu halten, welche im Sommer nicht entbehrt, im Winter aber ohne den Flegeldruſch nicht genügend be⸗

Fig. 138. Dreſchapparat der Stiftendreſchmaſchine. Indem das eingeführte Getreide bei ſchneller Rotation der Trommel durch die Zwiſchenräume der Stifte hindurchgeht, werden die Körner ausgeſtreift.

ſchäftigt werden können. Das war zu Thaer's Zeiten ſchon ſo, und es iſt heute nicht viel anders; nur inſofern haben ſich die Verhältniſſe geändert, als heutzutage die Sicherung der Arbeiter für das ganze Jahr noch notwendiger iſt, als vordem. In dieſen Gegenden wird alſo der Flegel noch lange ſein altes Recht behaupten.

Vielleicht holt man das verpönte Gerät auch anderwärts wieder aus der Rumpelkammer hervor, nachdem man bei dem Maſchinendruſch die Erfahrunn gemacht, daß die Körner mehr verletzt und dadurch für die Verwendung zur Saat weniger geeignet werden, als bei dem Handdruſch.

Dieſer Vorwurf trifft namentlich die Schlagleiſten⸗D Dreſchmaſchinen. Daß aber auch die Stiften⸗Dreſchmaſchinen Sig. 138) die Körner nicht ſchonen, weiß man teils von europäiſchen L Landwirten, teils beſtimmt auch aus Amerika, wo das Stiftenſyſtem allgemein im Gebrauch iſt.

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So leſen wir im 23. Staatsberichte von Ohio pro 1868, S. 266: daß