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Das Aufſuchen und Einſammeln der Eier an allen ſolchen Stellen, wo viele tote Weibchen umherliegen, iſt im Herbſt ſofort nach der Ablage der Eier in Angriff zu nehmen. Die durch den Pflug oder Spaten an die Oberfläche gebrachten Eierklumpen werden ſorgfältig aufgeleſen, um ſie in ein hell loderndes Feuer hineinzuſchütten oder auf einer Scheun⸗ tenne zu zertreten bezw. zu zerſtampfen; nachher werden Schweine, Enten, Hühner, Puten aufgetrieben, welche die Vertilgung der in der Erde zurückgebliebenen Eiergelege in vortrefflicher Weiſe beſorgen.
Der Kampf gegen die Larven beginnt im Frühjahr, ſobald dieſe aus den Eiern ausgeſchlüpft ſind. Sie ſitzen in der erſten Zeit in kleinen ſchwärzlichen Häufchen dicht beiſammen und können namentlich bei trübem und kühlem Wetter truppweiſe mit einem flachen Feldſtein oder einem breiten Klöppel zerquetſcht, auf nachgiebigem loſem Sandboden jedoch ſicherer mit beiden Händen gefaßt, in einen bereit gehaltenen Sack ge⸗ worfen und in dieſem zerſtampft werden.
Gegen die mehr herangewachſenen Larven, welche in dicht geſchloſſenen breiten Kolonnen vorrückend die Saatbeſtände ſchon merklicher mitnehmen, iſt kein Mittel wirkſamer, als die Anlegung von Fanggräben. Ein ſolcher Graben wird in der ganzen Front des Heuſchreckenheeres ausge⸗ hoben. Auf den Enden erhält er zwei Flügel, welche ſich im ſtumpfen Winkel anſchließen. Breite des Grabens 60 cm, Tiefe 45 cm, Wände ſenkrecht. In der Sohle alle 2—3 m ein Fallloch. Grabenauswurf ſämtlich auf die abgewandte Seite als Schutzwall. 3
Iſt der Graben fertig, ſo beginnt das Eintreiben, welches ſehr be⸗ hutſam und langſam mit Baumzweigen oder Strauchbeſen vorgenommen werden und ſich mehr darauf beſchränken muß, das Umkehren und Aus⸗ weichen der Heuſchrecken zu hindern. Die in den Graben geſtürzten Tiere werden direkt zerſtampft, weil das Einſtampfen mit Erde nicht genügt.
Dieſe Art der Vertilgung läßt ſich anwenden bei denjenigen Larven, welche zwiſchen der zweiten und vierten Häutung ſtehen, und zwar nur bei warmer Witterung, weil ſie bei dieſer allein beweglich ſind. Bei den älteren, mit Flügelſtumpfen verſehenen Larven gelingt das Eintreiben viel weniger gut, am beſten noch am frühen Morgen nach ſtarkem Tau oder gleich nach einem Regen; jedoch müſſen die Gräben, wegen der lebhaften Sprungbewegungen der in dieſem vorgerückten Entwicklungs⸗ zuſtand befindlichen Tiere gegen 1 m breit und 60 em tief ausgehoben werden.
Gegen die geflügelten Inſekten iſt mit Fanggräben nichts auszu⸗ richten. Auch alle ſonſtigen Mittel bleiben ohne Erfolg, ſofern das Ungeziefer in ungeheuren Maſſen erſcheint. Dagegen laſſen ſich einzelne


