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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
Seite
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Weizenälchen, das Roggenälchen, die Rübennematode u. a. m. Vor⸗ zugsweiſe ſind es alſo Würmer und Inſekten, welche mit ihren Larven, Maden und Raupen die Entwicklung des Getreides beeinträchtigen, indem ſie die Wurzeln, Halme, Blätter, Blüten oder Früchte anſaugen oder zernagen und bald die ganze Pflanze, bald nur Teile derſelben zer⸗ ſtören. Für gewöhnlich beſchädigen oder vernichten ſie nur eine beſchränkte Zahl von Pflanzen; es kommt aber auch vor, daß ſie große Felder in dem Grade verwüſten, daß die ganze Saat ſpurlos verſchwindet.

Als allgemeine Maßregeln zur Verhütung oder Einſchränkung des Ungezieferſchadens ſind zu erwähnen:

Brachbearbeitung.

2. Zweckmäßige Fruchtfolge mit Wechſel zwiſchen Halmfrüchten, Hülſenfrüchten, Hackfrüchten, Futter⸗ und Handelsgewächſen.

3. Sorgfältige Beackerung mit Benutzung der Kälte des Winters und der Hitze des Sommers.

4. Genügend ſtarkes Ausſaatquantum.

5. Fleißiges Behacken möglichſt aller Kulturen, alſo auch der Getreideſaaten.

6. Schonung und Hegung der natürlichen Feinde, d. h. der⸗ jenigen wilden Tiere, welche das Ungeziefer zu ihrer Nahrung bedürfen.

Letzteres geſchieht namentlich durch Herſtellung von Niſtplätzen (Anpflanzung von Bäumen, Hecken oder Strauchpartieen in der Um⸗ gebung des Gehöftes, an den Wegen, auf ſchwer zugänglichen Höhen oder Abhängen, in keſſelförmigen Vertiefungen ꝛc.), ſowie durch An⸗ bringung von Niſtkäſten an den Gebäuden und auf den Bäumen. Denn die inſektenfreſſenden Vögel ſind nebſt dem Mäuſebuſſard und einigen Säugetieren, unter denen Maulwurf, Spitzmaus, Igel und Wieſel obenan ſtehen, die größten Freunde der Landwirtſchaft. Auch die Fledermäuſe, ſowie die Fröſche und Kröten, Eidechſen und Nattern gehören nebſt den Spinnen zu den nützlichen und durchaus harmloſen Geſchöpfen, obwohl der Aberglaube, gegen den ebenſo ſchwer anzukämpfen iſt wie gegen das Ungeziefer, beharrlich das Gegenteil behauptet.

Im beſondern mag über die ſchädlichen Tiere, ihre Lebensweiſe und ihre Bekämpfung folgendes bemerkt werden.

1. Die Mäuſe.— In gewöhnlichen Jahren wird die Vermehrung der Mäuſe durch ihre natürlichen Feinde: Mäuſebuſſard, Eulen und Krähen unter den befiederten, Fuchs, Iltis, Wieſel, Igel, Hund und Katze unter den vierfüßigen Räubern, in Schranken gehalten. Iſt letzteres nicht der Fall, ſo nimmt man am beſten zu dem Wegfangen ſeine Zuflucht, was bei der kleinen Feldmaus(Arvicola arvalis) mit der

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