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Den Urſprung des Ackerbaus, mit dem Urſprung der Getreidearten verknüpft, haben Sage und Dichtung mit einem geheimnisvollen Vorhang verhüllt. Zieht man den Vorhang fort, ſo ſieht man im dunklen Hinter⸗ grunde eine Schar Frauen, welche die Früchte der wildwachſenden Gräſer in Körbe einſammeln, während im Vordergrund eine jüngere Frau damit beſchäftigt iſt, in gleichmäßigen Entfernungen mit einem zugeſpitzten Stocke Löcher in die Erde zu ſtoßen, in welche ein Kind aus einem zierlich ge— flochtenen Strohkörbchen den Samen mit der Hand hineinwirft. Unter dem Bilde ſtehen in veralteter, ſchwer lesbarer Schrift die Worte:
Ein Korn bringt viele in kurzer Zeit.
3. Aberſicht und Einteilung der Getreidearten.
A. Die Getreidearten des kälteren Klimas. Frucht nackt oder beſpelzt, ſtets mit einer Längsfurche verſehen. Mehrere Würzelchen am Keimling. Weizen, Triticum vulgare. T. turgidum. T. durum. T. polonicum. Spelz, Triticum Spelta. Emmer, Triticum amyleum. Einkorn, Triticum monococcum. Roggen, Secale cereale. Gerſte, Hordeum distichum. H. vulgare. H. hexastichum. Hafer, Avena sativa. A. oxrientalis.
B. Die Getreidearten des wärmeren Klimas. Frucht nackt oder beſpelzt, ſtets ohne Längsfurche. Nur ein Würzelchen am Keimling. Reis, Oryza sativa. Mais, LZea Mays. Durra, Sorghum vulgare. S. saccharatum. Dochen, Penicillaria spicata. Korakan oder Daguſcha, Eleusine coracana. Tef, Eragrostis abessinica. Hirſe, Panicum miliaceum. P. frumentaceum. Fennich, Setaria italica. S. germanica. Kanariengras, Phalaris canariensis.


