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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
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Teilchen in der Ordnung, wie ſie links und rechts an dem Stielchen ſitzen, vor uns hingelegt, ſo können wir ſie bequem zählen und auf ihre Größe vergleichen. Dabei werden wir(außer den Klappen) im Ganzen drei, vier, fünf oder ſechs Teilchen erhalten, von denen die beiden unteren am größten ſind, während die folgenden der Reihe nach kleiner werden.

Jedes dieſer drei, vier, fünf oder ſechs Teilchen heißt ein Blütchen. Das AÄhrchen des Weizens iſt demnach aus mehreren Blütchen zu⸗

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Fig. 13. Ein Blütchen des gemeinen Weizens, Triticum vulgare, unmittelbar vor dem Aufbluͤhen. Die äußere Blüten⸗ ſpelze iſt entfernt, die innere mit isp be⸗ zeichnet. a ſind die Staubbeutel oder Antheren, n die Griffel oder Narben, sch die Schuͤppchen oder lodiculae. Der Fruchtknoten iſt nicht ſichtbar. Vergrößerung 3fach.

Fig. 14. Die weſſentlichen Teile der Blüte des Weizens, Triticum vulgare. p der Fruchtknoten, hinter ihm die beiden Schuͤppchen. st das Fruchtſtielchen. n die Narben. f die 3 Staubfäden, welche ſich nach dem Offnen des Bluͤtchens verlängert haben. a die Staubbeutel, die beiderſeits der Mittelwand je in einem Längsriſſe aufgeplatzt ſind, um den Bluͤtenſtaub zu entlaſſen. Vergrößerung 5fach.

ſammengeſetzt.(Fig. 12 zeigt ein Ährchen, welches in die einzelnen Teile auseinandergelegt iſt. Die Klappen ſind mit k, die Blütchen mitb bezeichnet). Der Name Blütchen läßt uns ahnen, daß wir im Innern desſelben die eigentliche Blüte finden werden. Wir zerlegen daher ein gut entwickeltes, kräftiges Blütchen, ſagen wir b, mit Hilfe einer Nadel oder der Scheerenſpitze vorſichtig in ſeine

Teile. Das Ergebnis iſt folgendes:

1. Das Blütchen beſteht aus zwei Blütenſpelzen, von denen die äußere derbere und kahnförmig geſtaltete mit ihren Rändern die innere

zartere und flachere umfaßt. Getreidebau.

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