wir finden, daß die Spindel deutlich gegliedert iſt, und daß die Teile, die wir abſchneiden, abwechſelnd an der rechten und linken Seite ſtehen, daß ſie alſo wechſelſtändig ſind. Von längeren Zweigen ſehen wir nichts; die betreffenden Teile ſitzen vielmehr auf ſo kurzen Stielen, daß wir die Scheere genau anlegen müſſen, um letztere zu treffen.
Jedes der abgeſchnittenen Teile heißt ein Ährchen. Die Ähre des Weizens iſt alſo aus wechſelſtändigen, ſitzenden Ährchen zuſammen⸗ geſetzt.(Fig. 10 zeigt die ganze Ähre, Fig. 11 ein einzelnes Ährchen des gemeinen Weizens, aber nicht in dem Zuſtand vor der Blüte, ſondern nach der Reife, wo die Ährchen mit Körnern gefüllt ſind.)
Fig. 11. Ein Ahrchen— es Fig. 12. Das in Fig. 11 dargeſtellte Ahrchen iſt das ſiebente an der Ahren⸗ in ſeine Teile zerlegt. ki und ka ſind die beiden ſpindel— von Keſſingland Klappen, bi, b, bz, ba, bz und ba ſind die ſechs Weizen(Triticum vulgare) Bluͤtchen des Ahrchens. Die vier unteren Bluͤtchen im Zuſtande der Reife. bi, bz, bz und b. ſind mit Körnern gefüllt, die % der natuͤrlichen Größe. beiden oberen Bluͤtchen bz und bo ſind leer(taub).
Nun unterſuchen wir ein Ährchen, welches noch an der Ähren⸗ ſpindel feſtſitzt, genauer. Hatten wir bereits ſechs Ährchen abgeſchnitten, ſo haben wir das ſiebente vor uns. Wir finden außen an demſelben rechts und links je eine kahnförmige Klappſpelze. Das Ährchen des Weizens iſt alſo von zwei Klappſpelzen eingehüllt. Wir biegen die Klappſpelzen, die man auch kurzweg Klappen nennt, nach außen, überzeugen uns, daß ſie leer ſind, und daß auch inwendig am Grunde derſelben nichts zu ſehen iſt, brechen ſie ab und legen ſie, die eine links, die andere rechts, vor uns auf den Tiſch.
Jetzt ſchneiden wir von dem Ährchen, deſſen Klappen wir fortge⸗ nommen haben, ein Teilchen nach dem anderen ab, indem wir wieder unten anfangen und bei jedem Schnitt ſorgfältig vermeiden, das Stielchen, auf dem das Ahrchen ſitzt, zu verletzen. Haben wir die abgetrennten


