2 mm langen Seitenzweigen zu bilden, die wie ein feiner und dichter Haarpelz an den Wurzelfaſern erſcheinen.
Fig. 4 zeigt den Endteil einer Wurzelfaſer des gemeinen Weizens, Triticum vulgare, bei 15facher Vergrößerung. An der Spitze ſehen wir die Wurzelhaube wh, und etwa 3 mm(auf die natürliche Größe bezogen) von der Spitze entfernt beginnen die Wurzelhaare hh.
Wir finden die Wurzelhaare nur an den jüngeren Wurzeln bezw. Wurzelteilen; an den älteren verſchwinden ſie. Sie ſind nicht mit einer
Fig. 3. Wurzelhaube des engliſchen Raygraſes, Fig. 4. Endteil einer Wurzel
Lolium perenne. Die äußeren Zellen werden des gemeinen Weizens, Tritieum
fortwährend abgeſtoßen, indem ſich die Wurzel⸗ vulgare. w Wurzelkörper, wh haube von innen her verjüngt. Wurzelhaube, hh Wurzelhaare. Stark vergrößert.(Nach Nobbe.) Vergrößerung 15fach.
Wurzelhaube geſchützt, vermögen aber wegen ihrer außerordentlichen Fein⸗ heit in die kleinſten Poren des Bodens hineinzudringen. Da die Wurzeln der Gräſer, wie der anderen Pflanzen, ſich in der Ackerkrume vorzugs⸗ weiſe befinden, ſo befinden ſich in ihr auch die meiſten Wurzelhaare. Ihre Funktion beſteht darin, Waſſer, Sauerſtoff und lösliche Mineral⸗ ſubſtanz aus dem feuchten und durchlüfteten Erdreich aufzuſaugen. Viele Thatſachen ſprechen dafür, daß wir die Wurzelhaare als die eigentlichen Saugorgane der Gräſerwurzel zu betrachten haben.


