180 Darſtellung der Löſungen der Reagentien.
goſſen, oder es werden nach Wagner⸗Stutzer 150 g molybdänſaures Ammon in möglichſt wenig Waſſer gelöſt, 4000 g Ammonnitrat zu⸗ gefügt, die Flüſſigkeit mit Waſſer zu 11 verdünnt und dieſe Löſung in 11 Salpeterſäure von 1,19 ſpezifiſchem Gewicht eingegoſſen.
Statt des molybdänſauren Ammons können auch 125 g Molybdän⸗ ſäure in verdünntem(2 ½⸗prozentigem) Ammoniak unter Vermeidung eines größeren Überſchuſſes dieſes Löſungsmittels gelöſt werden. Sodann werden 400 g Ammonnitrat hinzugefügt, mit Waſſer zu 21 verdünnt und dieſe Flüſſigkeit in 11 Salpeterſäure von 1,19 ſpezi⸗ fiſchem Gewicht eingegoſſen. Auch hiervon bereitet man zweckmäßig gleich die 5— 10 fache Menge.
Die ſo bereitete Molybdänlöſung wird 24 Stunden bei ca. 350 C. an einem warmen Ort ſtehen gelaſſen, und falls, wie häufig, ein gelber Niederſchlag von phosphormolybdänſaurem Ammon entſteht, filtriert.
Der bei wochenlangem Aufbewahren der Molybdänlöſung ent⸗ ſtehende gelbe Bodenſatz beſteht aus einer gelben Modifikation der Molybdänſäure.
7. Ammoniumnitratlöſung(zum Auswaſchen).
150 g Ammonnitrat werden mit 10 cem Salpeterſäure und Waſſer zu 11 Flüſſigkeit gelöſt.
8. Chlormagneſiumlöſung(Magneſiamigxtur).
55; kryſtalliſiertes Chlormagneſium und 70 g Chlorammonium werden in 1 1 2 ½-⸗prozentiger Ammoniakflüſſigkeit(oder 650 ccm Waſſer und 350 ccm 24⸗prozentigem Ammoniak und 650 cem Waſſer gelöſt. Nach M. Märcker löſt man 55 g Chlormagneſium und 105 g Chlorammonium in 350 cem 24⸗prozentigem Ammoniak und 650 cem Waſſer.
9. Ammoniakflüſſigkeit(zum Auswaſchen). Zum Auswaſchen verwendet man eine 2 ½⸗prozentige Ammoniak⸗ flüſſigkeit(oder 1 Teil käufliches 10⸗prozentiges Ammoniak+ 3 Teile Waſſer).
10. Kupferoxydhydrat nach Stutzer.
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100 g Kupferſulfat werden in 51 Waſſer gelöſt und mit 2,5 g Glycerin verſetzt. Aus dieſer Löſung wird durch Zuſatz von ver⸗ dünnter Natronlauge bis zur alkaliſchen Reaktion das Kupfer als Oxydhydrat ausgefällt. Letzteres wird abfiltriert, alsdann durch An⸗ reiben mit Waſſer, welches pro Liter 5 g Glycerin enthält, aufge⸗ ſchlämmt. Durch wiederholtes Dekantieren und Filtrieren entfernt man die letzten Spuren von Alkali. Der Filterrückſtand wird mit Waſſer, dem man 10% Glycerin zugeſetzt hat, verrieben und bis zu einer Verdünnung gebracht, daß derſelbe eine gleichmäßige mit einer Pipette aufſaugbare Maſſe bildet. Dieſelbe wird in gut verſchloſſenen
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