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Keimapparate. 173
Zuſtande leichter erkennbaren leeren oder ſolche Scheinfrüchte, die ſtatt des Korns Antheren oder Inſektenlarven enthalten, ausgeſchieden; die eine— wenn auch mangelhaft entwickelte— Karyopſe enthaltenden Scheinfrüchte verbleiben, der Zahl nach genau beſtimmt, im Keimbett und werden im allgemeinen bei konſtant 200 C., die unter 9 ge⸗ nannten Gattungen aber, wie dort angegeben, bei einer zwiſchen 20 und 30⁰ C. intermittierenden Temperatur geprüft.— Das Ergebnis der Keimkraftprüfung wird auf 1 g der rohen Probe, ſowie prozen⸗ tiſch berechnet.— Die herausgeleſenen Scheinfrüchte werden bei Zimmertemperatur wieder getrocknet und ihr Lufttrockengewicht dem „Fremden“ zugerechnet.
Keimapparate. Für die Ermittelung der Keimfähigkeit ſind eine ganze
Anzahl Keimapparate im Gebrauch. In einfacher Weiſe kann man derartig verfahren, daß eine Doppellage weißen Fließpapieres von
Fig. 16. Keimbett aus Fließpapier. Fig. 17. Keimapparat.
etwa 23 cm Länge und 15 cm Breite viereckig gefalzt wird(Fig. 16); die Samenkörner werden in dem mittleren Quadratraum verteilt, das Papier darüber zuſammengeſchlagen und befeuchtet. Hierauf wird das Päckchen auf eine angefeuchtete Doppellage Fließpapier in einer großen Glas⸗ oder Porzellanſchale(event. Suppenteller) gelegt, mit einer ebenſolchen Lage bedeckt und bei Zimmertemperatur aufge⸗ ſtellt. Die Regulierung der Feuchtigkeit erfordert eine 3malige täg⸗ liche Reviſion.
Von J. König iſt folgender Apparat konſtruiert, welcher ſich gut bewährt hat. Derſelbe beſteht aus einem einfachen 20 cm breiten, 23 cm langen und 4 cm hohen viereckigen Kaſten von Zinkblech (Fig. 17), welcher in der Mitte durch einen Zinkblechſtreifen, der


