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Emil Wolff's Anleitung zur chemischen Untersuchung landwirtschaftlich wichtiger Stoffe : mit 17 Textabbildungen / Emil Wolff
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Waſſer. 163

1⁄10⁰9⸗Normal⸗Oxalſäure entſprechen weniger der Anzahl Kubik⸗ centimeter 1%m Normal⸗Chamäleon, welche 10 ccm /1% Normal⸗Oxal⸗ ſäure entſprechen, iſt die Zahl der für 100 ccm Waſſer verbrauchten Kubikcentimeter Chamäleonlöſung.

Bei dem Verfahren von Schulze werden 100 ccm Waſſer mit ½ cem Natronlauge(1 Teil reinſtes Natriumhydroxyd in 2 Teilen Waſſer), ſodann mit 10 cem oder ſo viel 1⸗Normal⸗Chamäleon⸗ löſung verſetzt, daß das Waſſer auch beim Kochen noch rot gefärbt iſt. Das Kochen erfolgt in derſelben Weiſe wie vorhin, aber 10 Minuten lang. Die gekochte Flüſſigkeit läßt man auf 50 600 C. erkalten, fügt 5 cem verdünnte Schwefelſäure(1:3) und 10 cem bezw. eine gleiche Anzahl Kubikcentimeter 1%⸗Normal⸗Oxalſäure zu und titriert eben⸗ falls mit derſelben Chamäleonlöſung, bis wieder Roſafärbung eintritt.

Die Differenz aus der Geſamtzahl der Kubikcentimeter Chamäleon weniger der Anzahl Kubikcentimeter Chamäleon, welche 10 ccm /⁄100⸗ Normal⸗Oxalſäure entſprechen, giebt wieder die für 100 ccm Waſſer erforderliche Menge der /1%⸗Normal⸗Chamäleonlöſung an.

Die nach einer dieſer beiden Methoden gefundene, der im Waſſer vorhandenen Menge organiſcher Stoffe entſprechende Anzahl Kubik⸗ centimeter Chamäleon⸗Löſung kann man auf verſchiedene Weiſe zum Ausdruck bringen. Angenommen, es entſprechen 10 ccm Chamäleon⸗ Löſung genau 10 ccm Oxalſäure und es ſind von erſterer 10 ccm durch urſprünglichen Zuſatz und 5 cem durch nachheriges Zurück⸗ titrieren verbraucht, ſo erfordern die in 100 ccm Waſſer vorhandenen organiſchen Stoffe zur Oxydation 5 ccm Chamäleon⸗Löſung oder 1 l:

0,316 5,0 10= 15,8 mg Kaliumpermanganat

oder 0,08 5,0% 10= 4,0 Sauerſtoff, oder wenn man mit Wood und Kubel als Norm annimmt, daß 1 Gewichtsteil Kaliumpermanganat im allgemeinen 5 Gewichtsteilen organiſcher Subſtanz entſpricht, ſo enthält 1 1 Waſſer:

1,58 5,0 10= 79,0 mg organiſche Stoffe.

Die quantitative Beſtimmung der Salpeterſäure geſchieht am beſten nach der Methode von K. Ulſch. 1 1 des zu unterſuchenden Waſſers wird in einer Schale raſch über freier Flamme bis auf etwa 30 cem eingedampft. Dieſe werden in einen Kochkolben von ca. 600 cem Inhalt gegeben, die Schale noch mehrmals nachgeſpült, ſo daß die ganze Menge des Waſſers etwa 6080 cem beträgt; hiermit verfährt man genau wie mit einer Salpeterlöſung nach S. 5 unter b.

Zur Beſtimmung des Chlors werden 100 cem Waſſer mit etwa 1 cem einer Löſung von neutralem Kaliumchromat verſetzt und nun mit ½⁄⸗Normalſilberlöſung(ſalpeterſaurem Silber) ſo lange titriert, bis der anfangs weiße Niederſchlag rötlich wird(durch Ausſcheidung von chromſaurem Silber).

1 ccm der ¼10⸗Normalſilberlöſung entſpricht dann 0,00354 g Chlor oder 0,00584 g Chlornatrium.

Die Schwefelſäure wird durch Fällung mit Chlorbaryum nach

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