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A. Unterſuchung der Mineralböden. 23
Die erſteren werden bei Schwemmlandsböden als Kies, bei Ver⸗ witterungsböden als Grus bezeichnet und zwar:
Korngröße.„. Dirdymeſſer düdun Bezeichnung
Üüber 5 als Steine(Grus, Kies). „ 5—2„ Grand. „ 2—1„ ſehr grober Sand. „ 1—0,5„ grober Sand.
Feinerde„ 0,5— 0,2„ mittelkörniger Sand. Unter 0,2„ feiner Sand.
Abſchlämmbare Teile(ſehr feiner Sand, Mineralſtaub, Thonc.).
Die abſchlämmbaren Teile ſind durch das Mikroſkop auf ihren Gehalt an größeren und kleineren Quarzſtaubkörnchen, Glimmer, Thonteile ꝛc. zu unterſuchen.
c) Zur Ausführung der Unterſuchung werden von dem durch das 5 mm⸗Sieb gefallenen ſteinfreien Boden bei feinerdigerer Be⸗ ſchaffenheit desſelben 50 g, bei kies⸗ oder grusreicheren Böden 100 g verwendet und zunächſt in einer Porzellanſchale mit einem halben Liter Waſſer unter häufigem Umrühren mittelſt eines Spatens ſo lange in gelindem Sieden erhalten, bis alle Bodenteilchen völlig zerkocht ſind. Nach genügendem Erkalten giebt man die zerkochte Bodenmaſſe durch ein 2 mm⸗Sieb in einen Kühnſchen Schlämmcylinder. Der auf dem Siebe zurückbleibende Rückſtand wird über dem Cylinder ſorgfältig mit der Spritzflaſche abgeſpült und dann an der Luft getrocknet. Durch ein 3 mm-Sieb wird derſelbe in groben Kies oder Grus(5—3 mm) und in feinen Kies oder Grus(3—2 mm) getrennt und jeder Teil für ſich gewogen.
Für die Trennung durch Schlämmen werden verſchiedene Apparate benutzt, welche entweder auf dem Prinzipe beruhen, die gröberen Teile von den feineren durch ihre verſchiedene Fallgeſchwindigkeit im ruhenden Waſſer zu trennen, oder welche die Trennung durch einen aufſteigenden Waſſerſtrom bewirken. Zu den Apparaten erſterer Art gehört der Kühnſche Schlämmeceylinder, welcher bei einfacher Konſtruktion und leichter Handhabung ſehr gute Reſultate ermög⸗ licht, zu den Apparaten letzterer Art der Schöne⸗ ſche Schlämmapparat. Fig. 5. Kühns Der Kühnſche Schlämmeylinder(Fig. 5) be⸗ Schlämmeylinder ſteht aus einem 30 cm hohen Glascylinder von 8,5 cm lichter Weite, an deſſen unterem Ende 5 cm vom Boden ein Tubus von 1,5 cm Weile angebracht iſt, welcher mittelſt eines Gummiſtopfens geſchloſſen wird.
Zur Ausführung des Schlämmverſuches bringt man die in der oben angegebenen Weiſe erhaltene Feinerde in den Schlämmeyllinder, giebt ſoviel Waſſer zu, daß derſelbe bis zu der 2 cm unter dem Rande des Cylinders


