18 Allgemeine Unterſuchungsmethoden.
hinzu, alsdann nach dem Abkühlen tropfenweiſe unter ſtetem Umrühren 20 com Magneſiamixtur und ſchließlich noch ſo viel unverdünntes Ammoniak, daß die Menge der im ganzen zugeſetzten Ammoniakflüſſig⸗ keit(inkl. der zuerſt zugeſetzten) etwa ¼ der Flüſſigkeit beträgt, alſo gewöhnlich etwa 20 ccm..
2. Methode von Maercker: Die warme ammoniakaliſche Löſung wird möglichſt ſcharf mit Salzſäure neutraliſiert, abgekühlt, ſofort tropfenweiſe mit 20 com Hallenſer Magneſiamixtur(mit einem höheren Ammoniak⸗ und Chlorammonium⸗Gehalt) ausgefällt und mit 25 ccm 5prozent. Ammoniakflüſſigkeit verſetzt.
3. Methode von Wagner: Die ammoniakaliſche Löſung wird nach dem Abkühlen tropfenweiſe unter ſtetem Umrühren mit 15 com Magneſiamixtur verſetzt.
In allen Fällen kann der Niederſchlag nach 4ſtündigem Stehen — Freſenius verlangt 12, Maercker 2 und Wagner 1—2 Stunden— abfiltriert werden; derſelbe wird dann mit 2 ½ prozent. Ammoniakflüſſigkeit bis zum Verſchwinden der Chlorreaktiou ausge⸗ waſchen, der Niederſchlag kurze Zeit an der Luft oder im Trocken⸗ ſchrank ſchwach getrocknet oder auch direkt in einen Platintiegel ge⸗ bracht, indem man das Filter oben zuſammenfaltet und umgekehrt mit der Spitze nach oben in den Tiegel legt. Man erwärmt anfänglich bei bedecktem Tiegel mit kleiner, etwas abſtehender Flamme, nach Verjagen der Feuchtigkeit unter Schieflegen des Tiegels(etwa 10 Minuten) ſtärker, bis das Filter verkohlt iſt und darauf 5 Minuten im Gebläſe oder auch in einer geeigneten Glühlampe.
Vielfach wird jetzt vorgezogen, den Niederſchlag direkt durch einen durchlöcherteu, mit ausgeglühtem Asbeſtfilter verſehenen Gooch⸗ ſchen Platintiegel zu filtrieren, darin weiter zu behandeln und zu
lühen.
glüh Gewiſſe Ammonſalze, beſonders oxalſaures und citronenſaures Ammon, ſowie organiſche Stoffe beeinträchtigen die Fällung der Phosphorſäure mit Molybdänlöſung; freie Citronenſäure wirkt nicht ſtörend.
Ammoniumnitrat begünſtigt die Fällung und wirkt dem ſtörenden Ein⸗ fluß des Ammoniumcitrates entgegen.
Ein allmähliches Zufügen der Magneſiamixtur iſt unter allen Um⸗ ſtänden geboten, auch dann, wenn man die ammoniakaliſche Löſung des Molybdänniederſchlages zuvor durch Salzſäurezuſatz annähernd neutrali⸗ iert hat.
Na H. Neubauer können je nach der Modifikation der Molybdän⸗ methode beim Glühen der pyrophosphorſauren Magneſia Verluſte entſtehen.
Bei der Beſtimmung der Phosphorſäure kann man die Molyb⸗ dänfällung dadurch umgehen, daß man zu der ſalz⸗, ſalpeter⸗ oder ſchwefelſauren Löſung(mit 0,1— 0,2 g Phosphorſäure) direkt 100 ccm eines Gemiſches von Citronenſäurelöſung und Ammoniak, welches 1100 g reine Citronenſäure und 4000 g 24 prozent. Ammoniak in 10 1 enthält, hinzufügt, nach kurzem Abkühlen mit Magneſiamixtur fällt und den Niederſchlag nach ½ſtündigem Ausrühren filtriert.
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