4. Beſtimmung der ſtickſtofffreien Extraktſtoffe bezw. der Kohlenhydrate. 11
= 0,2572 g Lävuloſe, = 0,3890„Maltoſe, = 0,3380„kryſtalliſiertem Milchzucker.
Bei gefärbten Flüſſigkeiten läßt ſich im Filtrat der Eintritt der Reaktion mit Ferrocyankalium ſchlecht oder nicht erkennen. Soxhlet hat dafür folgendes Verfahren angegeben. Das Filtrat wird mit einigen Tropfen Zuckerlöſung verſetzt, etwa 1 Minute lang gekocht und dann 3—4 Minuten ſtehen gelaſſen. Gießt man vorſſichtig ab, ſo iſt ein Niederſchlag entweder ſofort oder dann zu erkennen, wenn man mit einem um einen Glasſtab gewickelten Stück Filtrierpapier über den Boden wiſcht, welches durch am Boden haftende Spuren Kupferoxydul rot ge⸗ färbt wird.
Bei der gewichtsanalytiſchen Be⸗ ſtimmung erhitzt man die Fehlingſche Löſung in einer Porzellanſchale oder einem Becher⸗ glaſe zum Kochen, fügt darauf die beſtimmte Menge der Zuckerlöſung zu, und kocht ſo lange weiter, wie für die betreffende Zuckerart vor⸗ geſchrieben iſt; darauf wird ſofort filtriert. Zum Filtrieren bedient man ſich des Soxhlet⸗ ſchen Asbeſtfilterröhrchens(Fig. 4). Dieſes ſtellt man ſich her, indem man ein etwa 10 cm. langes Stück Verbrennungsrohr an dem einen Ende etwa zur halben Stärke auszieht. In den Hals bringt man dann einen kurzen Pfropfen von Glaswolle und darauf weichen, mit Natronlauge und Salpeterſäure be⸗ handelten, gut ausgewaſchenen Asbeſt. Dieſer darf weder zu locker noch zu feſt angedrückt ſein, da im erſteren Falle Kupferoxydul mit durchgeriſſen wird, im anderen Falle das Filter zu langſam filtriert. Der mit heißem Waſſer ausgewaſchene Asbeſt wird mit Alkohol und dann mit Ather nach⸗ gewaſchen und zum Schluß das Röhrchen ſamt Asbeſt unter Durchſaugen von Luft ausgeglüht. Es iſt damit für den Gebrauch dis4, Borrnihtun für fertig und wird nach jedesmaliger Benutzung 3 dadurch wieder gebrauchsfähig gemacht, daß man es mit Salpeterſäure, dann mit heißem Waſſer, Alkohol und Ather auswäſcht und wieder trocknet. Das ausgeglühte und im Exſikkator erkaltete Röhrchen wird vor jedesmaligem Gebrauch gewogen.
Beim Filtrieren ſetzt man mittelſt eines Korkes ein Trichterchen auf, giebt vorerſt etwas heißes Waſſer auf das Asbeſtfilter und dann die Fehlingſche Löſung mit dem Kupferoxydul. Die letzten Reſte des⸗ ſelben werden mit einem Federchen von der Gefäßwandung gelöſt und


