eEr⸗ die des zöden
Erträge und Verwertung der Kartoffeln. 189 g
durch Rüben, namentlich Runkelrüben, und auf den leichteren Böden durch Mohrrüben, Kohlrüben und Topinamburs größten⸗ teils erſetzt werden.
Den Milchkühen reicht man auf 1000 kg Lebendgewicht 25 bis 30 kg mit einem Sechſtel des Gewichts der Kartoffeln an Häckſel oder Spren vermengt.
Selbſtverſtändlich darf das genügende Kraftfutter, damit wie 1: 5,5 hergeſtellt wird, nicht fehlen.
Zur Fütterung der Zugochſen eignen ſich die Kartoffeln weit beſſer als die Rübenarten, weil ſie reicher an Trocken⸗ ſubſtanz ſind.
Als Maſtfutter für Rindvieh haben die Kartoffeln, nament⸗ lich bei niederen Preiſen, im gekochten Zuſtande einen hohen Wert und können auf 1000 kg Lebendgewicht 40 kg und darüber Kartoffeln gereicht werden.
Da ſich die Kartoffeln bis in den Sommer hinein gut auf⸗ bewahren laſſen, eignen ſie ſich auch beſonders gut zur Er⸗ nährung der Schweine, welchen auf 100 kg Lebendgewicht bis 10 kg dedämpfte oder gekochte Kartoffeln verabfolgt werden.
Die gekochten Kartoffeln ſoll man jedoch möglichſt friſch mit den Tieren verfüttern, denn ſie bilden beim Kaltwerden eine Art Kleiſter, der ſchwer verdaulich iſt.
Mit den Schafen werden die Kartoffeln in rohem Zuſtande verfüttert, doch dürfen ſie nicht zu viel davon erhalten, weil einer wäſſrigen Ernährung bei Merino⸗Schafen eine nachteilige Blut⸗ verdünnung folgt, die zu kachektiſchen Leiden Veranlaſſung giebt. Aus dieſem Grunde dürfen die Kartoffeln den Schafen, die nicht zur Maſt aufgeſtellt ſind, nur als Nebenfutter, höchſtens ein Drittteil des Nährſtoffbedarfs ausmachend, gereicht werden, während ſie bei Maſtſchafen als Hauptfutter Verwendung finden können.
Man kann verabreichen:
auf 100 Stück alte Schafe pro Tag 100—150 kg
„ 100„ Jaährlinge„„ 50. 100„ „ 100„ tragende Mutterſchafe 50— 75„


