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Die Aufbewahrung der Kartoffeln. 179
dadurch, daß die Knolle ununterbrochen etwas Stärkemehl ver⸗ brennt. Es wurde beobachtet, daß gut aufbewahrte Kartoffeln im ſpäten Frühjahre, nachdem ſie allerdings ausgekeimt waren, faſt 40 pCt. ihres urſprünglichen Stärkegehalts verloren hatten. Ganz anders ſtellen ſich natürlich die Verluſte, wenn die Kar⸗ toffeln zum Faulen neigen. In dieſem Falle ſteigern ſich die⸗ ſelben ſchon während des Winters über die angegebene Höhe von 8—10 pCt.; die Verluſtgröße hängt alsdann lediglich von dem Grade der Fäulnis ab und iſt hiernach in jedem einzelnen Falle zu taxieren.
Wie ſtellen ſich nun die Verluſte an Trockenſubſtanz beim Einſäuern der Kartoffeln? Eine Antwort auf dieſe Frage geben uns zwei Verſuche, welche ſowohl mit gedämpftem als un— gedämpftem Material ausgeführt wurden.
Ungedämpfte Knollen ließ Profeſſor Maercker in Halle einſäuern. Zu dieſem Zwecke wurden 1440 Zentner in Schnitzel verwandelt und unter Zuſatz von 30 Zentner Kochſalz ein⸗ geſtampft. Als nach dreimonatlichem Lagern die Grube geleert wurde, fand man bei der Unterſuchung von den urſprünglichen Stoffen folgende prozentiſche Mengen in Verluſt gegangen:
Geſamtgewicht...593,6 pCt. Feuchtigleit.... 64,5„ Trockenſubſtanz..22,7„ Mineralſtoffe.. 35,14„ Stickſtoffhaltige Subſtanz... 57,0„ Holzfaſer... 25,9„
Stickſtofffreie Stoffe und Fett. 24,6
Gedämpfte Kartoffeln ließ Profeſſor Fittbogen in Dahme einſäuern.(Dieſelben waren allerdings angefroren, doch iſt dieſer Umſtand für die vorliegende Frage nicht weiter von Belang.) In 12 Nächten wurden mittelſt zwei Henzedämpfern 8640 Zentner Kartoffeln gedämpft und in Gruben eingeſtampft. Die Unterſuchung auf Verluſte durch Gärung geſchah zu drei
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