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174 Die Aufbewahrung der Kartoffeln.
können, gegeben werden, oder man ſucht nur die kranken Knollen heraus und ſortiert dann die übrigen mit dem Kartoffelſortier⸗ eylinder, und bewahrt die kleinen Kartoffeln zur erſten Ver⸗ wendung an geeignetem Orte allein auf. Kranke Kartoffeln ſind
an einem luftigen finſteren Ort, z. B. auf einer Scheunentenne,
dünn aufzuſchütten.
Das Einkellern der Kartoffeln entſpricht, ſobald die Keller⸗ ventilation nicht eine ſehr vorzügliche iſt, am wenigſten den Anforderungen, welche wir an eine gute Aufbewahrung ſtellen, denn, weil in den Kellern die Aufſchichtung ſehr hoch geſchehen muß, wird auch die Erwärmung und ihr entſprechend die Ver⸗ dunſtung ſehr ſtark ſein. Die dadurch erzeugte warme und feuchte Luft läßt ſich jedoch nicht ſchnell genug aus den Kellern entfernen, infolge deſſen ſich an der kalten Decke der Waſſer⸗ dunſt kondenſiert und auf die Knollen als tropfbarflüſſiges Waſſer zurückfällt. Das Überdecken der Kartoffeln mit Stroh oder anderen Materialien ſchützt aber nicht genügend gegen die Einwirkung dieſer Feuchtigkeit.
Ziemlich analog dem Einkellern iſt das Einbringen der Kartoffeln in Gruben, in denen die Aufſchüttung zu hoch erfolgt und außerdem die Feuchtigkeit nur nach oben verdunſtet werden kann. Auch kann unter Umſtänden ſelbſt von außen her Waſſer in die Grube treten, wodurch die Gefahr des Faulens noch erhöht wird. Außerdem iſt die Aufbewahrung in Gruben koſt⸗ ſpieliger als das Einmieten.
Der Schwerpunkt die Kartoffeln in Mieten gut zu erhalten, liegt darin, daß ſie zunächſt tüchtig abdunſten, alſo das Ein⸗ decken hat in der erſten Zeit gerade zu genügen, den Froſt ab⸗ zuhalten, jedoch die Abdunſtung nicht zu behindern. Demnach geſchieht das Einmieten zweckmäßig in der Weiſe, daß die Kartoffeln dachförmig, in einer Breite von 2 m und einer Höhe von 1 m aufgeſchichtet werden. Die Verdunſtungsfläche der aufgeſchichteten Kartoffeln iſt bei dieſem Verfahren ſehr groß; ſo daß, wenn man dem Waſſerdunſt Gelegenheit giebt, ſich ſchnell zu entfernen und dies geſchieht dadurch, daß man die Miete nur 10 cm hoch mit Stroh und ebenſo hoch mit Erde


