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Die Kaliſalze in der Landwirtſchaft.
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1852— 1870 1871— 1889
——— Korn[Stroh Korn Stroh keine Salze..... ſ1868 3404 1417 2543 400 kg ſchwefelſaures Natriu 2295 4114 1789 3190 „„ Kalium. 2277 4240 1883 4674
300„. Magneſium 2289 4051 1882 3391
Die Erhöhung der Ernte
Ernte im Durchſchnitte der Jahre in Kilogrammen pro Hectar:
1890
Korn Stroh
2036 3737 2500 4585 2775 5602 2369 4333
durch die kalifreien Salze war anfangs
alſo ebenſo groß, wie die durch ſchwefelſaures Kali, gegen Schluß der Periode, nachdem nämlich der Boden kaliärmer geworden war, beſonders
aber im Jahre 1890 übertrifft die kalifreien Salze weſentlich.
Auch Wagner hat zu beweiſen verſucht, reinen Kaliſalze mindeſtens nicht höher iſt, erntete auf
ungedüngt..... 104,3
mit 450 kg Kainit pro Hectar 125,2
„ 150„ Chlorkalium„ 125,3.
Nach Maeccker iſt daher die Frage,
Wirkung des Kaliſalzes die der
daß die Wirkung der als die der rohen; er
ob rohe oder reine Kaliſalze
zur Düngung verwendet werden ſollen, nur eine Frage der Koſten für
das Pfund Kali an der Verbrauchsſtelle. Berückſichtigung dann ergeben,
Eine einfache Rechnung unter der auf S. 233 befindlichen Zuſammenſtellung würde daß 80er Chlorkalium mit Carnallit erſt konkurrieren
kann, wenn die Fracht für den Waggon à 200 Ctr. etwa 212 Mk.
beträgt, mit Kainit gar erſt bei 257 Mk. Fracht;
dagegen iſt es dem
ordinären Düngeſalze ſchon bei 51 ½ Mk. Fracht überlegen, weil das⸗
ſelbe verhältnismäßig teuer iſt.
Ich halte den Koſtenpunkt jedoch nicht für den einzig entſcheiden⸗ den; ich halte die jetzt ſo beliebte ungemeſſene Zufuhr der Nebenſalze für unzweifelhaft bedenklich. Wenn die kalifreien Salze bei Lawes und Gilbert faſt höhere Ernten gegeben haben, als das reine Salz, ſo müſſen ſie die im Boden befindlichen Nährſtoffe beweglich und den
Pflanzen zugänglich gemacht haben.
beraubt worden, was ſich auch darin zeigt, daß die ſ
Der Boden iſt daher zweifellos päteren Ernten
auf den mit Kaliſalz gedüngten Parzellen bedeutend höher waren, als
auf denen ohne Kaliſalz.
Noch ſchlimmer wäre dieſes Ausrauben des
Bodens wahrſcheinlich ausgefallen, wenn die Verſuchsanſteller anſtatt ſchwefelſaurer Salze Chloride verwandt hätten, weil dann auch der
Kalk ausgewaſchen worden wäre.
Es iſt dabei durchaus nicht aus⸗
geſchloſſen, daß die Pflanzennährſtoffe, dabei auch die Phosphorſäure des Bodens ſo löslich gemacht werden, daß ſie im Grundwaſſer verſchwinden.


