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Die käuflichen Düngestoffe, ihre Zusammensetzung, Gewinnung und Anwendung / von A. Rümpler
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Die Kaliſalze in der Landwirtſchaft. 233

Wie wir aus den in dieſem Abſchnitte enthaltenen Analyſen der Kaliſalze erſehen, enthalten dieſelben zum großen Teile Kochſalz, Chlor⸗ magneſium u. ſ. w. als Nebenbeſtandteile. Maercker berechnet für jedes derſelben in ſeinem ſchon erwähnten Buche den Gehalt an Chloriden; ich halte es für beſſer, dieſelben nicht nach dem Gehalte an Chlor⸗ verbindungen, ſondern nach dem Gehalte an Chlor und deſſen Verhältnis zum Kaligehalte zu beurteilen, weil die verſchiedenen Chloride ſehr verſchiedene Mengen an Chlor enthalten. Legt man dabei die Maerckerſchen Durchſchnitts⸗Analyſen zu Grunde, ſo erhält man folgende Tabelle:

g K8 Gehalt an B88 1. 3 Bezeichnung des Salzes S4 Pid. Kali Kali Chlor= koſtet ab Staßfurt (Kz 0) G LNProz. Proz. Teile Pfg. Bergkieſerit........ 7,44 34,67 466,0 7,5 excl. Sack) Carnallit........ 9,78 37,03 3(8,6 5,3*) Gewöhnliches Düngeſalz(nach meiner Analyſe S. 217). 12,22 30,53 250,) 12,5 Kainit......... 12,76 31,21 244,5 6,5 9 Sylvinit......... 23,04 44,39 192,7 6,5* Beſſeres Düngeſalz..... 31,55 52,33 165,9 12,5 incl. Sack Chlorkalium(80 Proz.).... 52,05 48,68 93,5 14,11 (9o j... 58,3/ 47,67 81,6 1441 (98).... 61,34 46,95 75,9 15,00 Schwefelſ. Kali⸗Magneſia 27,22 1/52 5,5 16,10 Schwefelſaures Kali(90 Proz.) 49,93 2,23 4,5 1743» . 52,68 0,56 1,0 17,85 Kalium⸗Magneſium⸗Carbonat ſi7 18 2 28,60

In dieſer Tabelle ſcheiden ſich ganz ſcharf die rohen Bergprodukte und die geringwertigen Fabrikate von den reineren Salzen, erſtere haben auf 100 Teile Kali weſentlich über 100 Teile Chlor, während ſelbſt das nur aus Chloriden beſtehende Chlorkalium weniger Chlor als Kali enthält.

Wenn man auch heute hinſichtlich der Nebenſalze, beſonders der Chloride, nicht mehr ſo bedenklich iſt wie früher, ſo kann denſelben doch eine tief eingreifende Wirkung auf den Ackerboden nicht abge⸗ ſprochen werden. Wie bekannt, wird Kali von demſelben ſehr kräftig abſorbiert; bei dieſem Vorgange ſind nicht, wie bei der Phosphorſäure der kohlenſaure Kalk, die kohlenſaure Magneſia und die anderen auf S. 90 angeführten baſiſchen Stoffe thätig, ſondern die im Boden vorhandenen ſogenannten Zeolithe, in Säuren leicht lösliche Ver⸗

*) mit 2 ½ Proz. Torfmehl.