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Die käuflichen Düngestoffe, ihre Zusammensetzung, Gewinnung und Anwendung / von A. Rümpler
Entstehung
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208 Klären der Löſungen.

Form ſich ausſcheidet, daß er ſich nur ſchwierig abſetzt, ſo erhält man leicht trübe Löſungen, alſo ein unreines Fabrikat.

Anhydrit und Boracit verhalten ſich indifferent, da ſie unlöslich ſind.

Die Rohlöſung iſt, wie ſie aus dem Keſſel abläuft, ſtets ſchmutzig⸗ trübe von ſuspendiertem Schlamm, man läßt ſie daher zunächſt in Abſatz⸗ oder Klärkäſten fließen und darin etwa ¾ Stunden ruhig ſtehen.

Die Klärkäſten ſind viereckige, aus Eiſenblech genietete Käſten, die im Boden mit zwei Löchern verſehen ſind, das eine zum Ablaſſen der klaren Löſung, das andere zur Entfernung des Schlammes.

Um zu verhindern, daß die ablaufende Löſung durch mitgeriſſenen Schlamm verunreinigt werde, hat man verſchiedene Vorrichtungen an⸗

Fig. 26.

gebracht. Eine ſehr gebräuchliche bildet der ſogenannte„Senkheber“, ein heberartiges Rohr(a, Fig. 26), welches um ſo tiefer in die Flüſſig⸗ keit eingelaſſen wird, je weiter dieſelbe abläuft. Da letztere jedoch ſehr leicht Salze abſcheidet(kriſtalliſiert), ſo kommt es häufig vor, daß dieſes Rohr ſich verſtopft und dann nur mit Mühe wieder gangbar zu machen iſt. Ich ziehe daher die einfachere und jedenfalls billigere Vorrichtung, wie ſie(in Fig. 27) abgebildet iſt, vor. Dieſelbe iſt leicht zu reinigen oder wird ſich vielmehr bei einiger Aufmerkſamkeit überhaupt nicht verſtopfen.

In Fig. 27 iſt a, a der Boden des Klärkaſtens; der auf den⸗ ſelben feſt angeſchraubte Rohrſtutzen c umgiebt das Spundloch b mit einem feſten Rande, der beim Ablaſſen allen Schlamm zurückhält.

Die Offnung b wird durch einen Holzſtöpſel verſchloſſen. Der untere Stutzen d mündet in eine weite Rinne von Eiſenblech, die nach den zu ebener Erde in der Fabrik, alſo unterhalb der Klärgefäße ſtehenden Kriſtalliſiergefäßen führt.