ſeſerit Vaſſer
rrauf, zeitig
gelöſt
Löſen des Rohſalzes. 207
ein beſonderes Rohr in ein kleines Baſſin, das„Aufkochelaugenbaſſin“, ab, aus dem er ſpäter in die Löſekeſſel gepumpt wird.
Das Verhältnis der einzelnen Laugen zu einander nehmen die verſchiedenen Fabrikanten verſchieden, je nach den Verdampfungs⸗ verhältniſſen der Fabrik.
Auch die ſpezifiſche Schwere der Löſungen iſt in den verſchiedenen Fabriken verſchieden. Manche gehen damit bis an 34 Bé. heran, andere löſen bedeutend ſchwächer. Dieſelben bekommen demzufolge auch verſchieden reiche Rückſtände und Löſungen.
Die beſten Reſultate habe ich erhalten, wenn ich die Löſung etwa 32 ½° Bé. ſtark machte; löſt man zu ſchwach, ſo geht zu viel Koch⸗ ſalz in die letztere über, löſt man zu ſtark, ſo erhält man eine chlor⸗ magneſiumreichere, daher an Kochſalz ärmere Löſung, dagegen iſt auch der Chlorkaliumgehalt derſelben geringer, während man mehr und reichere Rückſtände erhält.
In zwei ſonſt ganz gleich behandelten Rohlöſungen, von denen jedoch die eine nur bis 32 ½°, die andere aber bis 33 ½° Bé. ge⸗ bracht war, fand ich:
32130 Bè. 33120 Bé. Chlormagneſium.. 19,912 Proz. 21,052 Proz. Chlorkalium... 13,820„ 12,183„ ſchwefelſaure Magneſia 1,827„ 2,816„
außerdem Kochſalz(2— 4 Proz.) und Waſſer.
Die größere Menge von ſchwefelſaurem Salze rührt davon her, daß man, um eine ſchwere Löſung zu erhalten, länger kochen muß. Je länger man aber kocht, deſto mehr Kieſerit wird in Bitterſalz ver⸗ wandelt, alſo aufgelöſt.
Erreicht das ſpezifiſche Gewicht der Löſung etwa 34 ½° Bé., ſo iſt der Gehalt derſelben an Chlormagneſium ein ſo bedeutender und der an Chlorkalium ein ſo geringer, daß ſich letzteres beim Erkalten nia mehr als ſolches, ſondern teilweiſe in Form von Carnallit aus⸗ cheidet.
In betreff der Verunreinigungen, die den Carnallit im Rohſalze begleiten, iſt hier noch nachzutragen, daß Kainit und Polyhalit ſehr ungern geſehene Gäſte ſind, weil das Kali derſelben an Schwefelſäure gebunden iſt und dieſe im fertigen Chlorkalium höchſtens in Spuren vorhanden ſein ſoll, auch löſen ſich dieſelben nur unvollkommen auf, ihr Kaligehalt geht daher zum Teil verloren. Auch Tachhydrit wirkt häufig ſchädlich. Das Chlorcalcium desſelben ſetzt ſich nämlich mit den ſchwefelſauren Salzen der Löſung in ſchwerlöslichen ſchwefelſauren Kalk und in Chlorverbindungen um. Dadurch würde allerdings die Schwefel⸗ ſäure entfernt werden; da aber der Gips dabei in ſo fein verteilter


