Wert der chemiſchen Bodenanalyſe. 29
Die Grouven''ſche Vorſchrift lautet nicht wörtlich, aber dem Sinne nach:
„Stellt nachſtehende Figur 1 das zu bemuſternde Ackerſtück vor, ſo ſchreitet man dasſelbe der Länge und Breite nach ab und teilt die Seiten in Abſtände von 25—50 Schritten ein. Man gräbt dann in der Ecke a ein Loch von etwa 12 Zoll im Quadrat und 12—15 Zoll Tiefe, glättet die eine Wand mit dem Spaten und ſticht dann von derſelben eine Platte von etwa 1 Zoll Dicke bis auf den Grund des Loches ab. Die Erde thut man in eine Karre und wiederholt die Operation bei al, au ꝛc., in Abſtänden von 25—50 Schritten über die ganze Länge des Planes. Nun fängt man bei b, welches ſich 25— 50 Schritte ſeitwärts von a befindet, wieder von vorn an und ſo fort, bis man einen Haufen Erde beſitzt, der von möglichſt vielen Stellen des Ackers genommen iſt. Dieſer wird auf der Tenne durch ein Sandſieb geworfen und alsdann verkleinert, indem man ihn bei Seite ſchaufelt und jedesmal die fünfte Schaufel auf einen beſonderen Haufen wirft. Iſt dieſer noch zu groß, ſo wird letztere Operation wiederholt, bis man die Erde auf etwa 1 Zentner reduziert hat. Dieſe mit Bezeichnung verſehene Probe erhält der Chemiker zur Unterſuchung.
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Fig. 1.
Das wichtigſte Mittel für den Landwirt, zu erkennen, welche Nährſtoffe ſeinem Boden fehlen, wird, neben der oben beſprochenen Buchführung über die Pflanzennährſtoffe, immer eigene Beobachtung ſeines Ackers und Prüfung desſelben durch Verſuche ſein. Enthält ein Boden ungenügende Mengen von Phosphorſäure, ſo wird eine Düngung mit dieſem Stoffe Erfolg haben, enthält er zu wenig Stick⸗ ſtoff, ſo wird eine Gabe von Chiliſalpeter die Pflanzen auf demſelben zu gutem Gedeihen bringen. Will man alſo erfahren, welcher Stoff


