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Man hat diese Art von Weizen mit dem auch von den Botanikern un- terschiedenen T. turgidum verwechselt, der aufgeschwollene bauchige Spelze hat. Aber unrichtig; denn jene Weizenart hat diese nicht, und dieses T. turgiduun hat zwar auch etwas haariges an den Spelzen, aber diese sind nicht 80 gleichmäſsig damit überzogen. Vermuthlich hat man letztern deshalb englischen Weizen genannt, ich finde seiner aber bei den englischen land- wirthschaftlichen Schriftstellern nirgends erwähnt.
Der Wunderweizen(T. conpositum) ist anerkannt eine luxurirende Spielart, indem er sehr schnell zurückschlägt zum gewöhnlichen, wenn er nicht auf reichem Boden geräumig ausgesteckt wird. 1
Daſs der Spelz(T. spelca), das Einkorn(T. Monococcon) und der Gommer(T. polonicunn) entschieden verschiedene Species sind, die nie zu gewöhnlichem Weizen übergehen werden, brauche ich nicht zu sagen. Aber man hat ebenfalls manche Abarten davon, die ich aber nicht genug kenne.
Vom Roggen giebt es anerkannt nur eine Species, aber mehrere ih- rer Natur nach abweichende Varietäten, die sich auch durch ein verschie- denes Verhaltniſs ihrer Theile auszeichnen, welches bei sinnlicher Verglei- chung zwar in die Augen fällt, aber sich durch Worte kaum aussprechen läſst, da es nur auf ein Mehr oder Weniger ankommt.
Der gewöhnliche Winter- und Sommerroggen geht eben so wie der Weizen in einander über, wenn man seine Saatzeit allmãhlig verändert. Der Sommerroggen ist in allen seinen Theilen schwächer, weil seine kürzere Ve- getationsperiode die Verstärkung der Pflanze nicht wie beim Winterroggen gestattet. Ein anderes Unterscheidungsmerkmal lälst sich nicht auffinden.
Aber eine constantere Art ist derjenige Roggen, den man Stauden- roggen nennt. Er unterscheidet sith vornehmlich durch eine längere Ve- getationsperiode und eine dadurch bewirkte vollkommene Ausbildung aller Theile. Er ist entschieden eine zweijährige Pflanze, und ich halte es nicht für möglich, ihn in einem Sommer zur Reife zu bringen, und ihn so in Sommerroggen umzuwandeln. Auch im März gesäet, bleibt er dennoch in der Erde, ohne Halme in die Hõöhe zu schieſsen. Wenn er mit dem ge- wöhnlichen Roggen gleichzeitig reifen soll, so erfordert er eine sehr frühe Saat, sonst kommt er später zur Reife und geräth schlecht. Früh gesãet breitet sich die Pflanze sehr aus, wenn sie anders Raum und Nahrung hat, macht unzählige Sprossen, die dann im künftigen Sommer in Halme und
Aehren übergehen. Wir haben im vorigen Jahre 112 Aehren von einer Pflanze,


