236 Landwirthſchaftliche Neben⸗Gewerbe.
das Getreide durch andere Gewaͤchſe, beſonders durch die Kartoffeln, ſehr vortheilhaft erſetzt werden koͤnne, deren Transport und Aufbewahrung aber weit koſtſpie⸗ liger iſt, da ein gleicher Stoff in ihnen eine weit groͤßere Maſſe ausmacht. Schon wird in vielen Gegenden der groͤßte Theil des Branteweins, bei gehoͤrigem Verfahren
von uͤberwiegender Guͤte und Reinheit aus Kartoffeln
gebrannt; ſo daß der Kornbrantewein, der enorm ver⸗ mehrten Conſumtion ohnerachtet, nicht mehr Preis da⸗ mit halten kann.
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Indeſſen tritt bei letzterem, ſo wie uͤberhaupt bei der vervollkommneten Ausziehungs⸗Methode aller Alko⸗ hol gebenden Theile, ein Bedenken hinſichtlich des Ein⸗ fluſſes auf den Ackerbau ein. Wo Getreide, ſtatt es zu verkaufen, zum Branntwein verwandt, ſolches auch durch unvollkommne Gaͤhrung und Deſtillation nicht voͤllig aus⸗ gezogen ward, da blieb ſo viel zum nahrhaften Viehfut⸗ ter zuruͤck, daß der Duͤngerſtand dadurch gehoben und in manchen Wirthſchaften davon abhaͤngig war. Jetzt verfahren manche Wirthſchaften ihr Getreide und bauen Kartoffeln zum Branntwein in großer Menge. Dieſe ziehen zwar nicht im Verhaͤltniß ihrer mehligten Theile den Nahrungsſtoff des Bodens, ſo wie das Getreide, aus; aber allerdings doch betraͤchtlich, und wenn ſie gleich mit dem Vieh verfuͤttert, im Duͤnger mehr zuruͤck⸗ geben, als ſie ausgezogen haben: ſo thun ſie das doch bei
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