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zeit, welche 4 Wochen, auch wohl einige Tage länger dauert, nicht geſtoͤrt wird. d Uebrigens gelten die Regeln wie bei den brütenden Hühnern 1 gin (§. 714). lim 3§. 722. Man gibt den jungen Gaͤnſen ein Gemiſch von 1 aan jungen gehackten Brenneſſeln, Brodkrumen, Gerſtenſchroth und ir, dergleichen, und ſorgt dafuͤr, daß ſie Anfangs keiner rauhen wan Witterung ausgeſetzt ſind, und daß es ihnen nicht an Waſſer 19 fehlt. 1 §. 723. Das Gedeihen der jungen Gaͤnſe iſt gefördert, dün wenn ſie bei guͤnſtiger Witterung mit der Mutter auf grü⸗ he nen, geſchützten Plaͤtzen in der Naͤhe von Waſſer zur Weide 6 gehen koͤnnen, doch muͤſſen ſie noch etwas Futter daneben zu Hauſe bekommen, wozu man fortwaͤhrend gehackte Neſ⸗ rn ſeln und anderes zartes Gruͤnfutter, mit Schrot vder Kleie ſn vermengt, beſtimmt. un §. 724. Erſt im Alter von 7 bis 8 Wochen ſind ihnen gar die Federn gewachſen und ſie koͤnnen alsdann mit den alte⸗ umd ren Gaͤnſen zuſammen gethan werden. hen . 725. Wo die Gaͤnſezucht einigermaßen ins Große verh getrieben werden ſoll, muß man geeignete Weideplaͤtze(Ra⸗ ud! ſen und Waſſer, ſpäter dienen dann Stoppelfelder) für ſie pun haben, und ſie müſſen uͤber Sommer gehuͤtet werden. Sie wr beduͤrfen alsdann wenig oder kein Futter zu Hauſe. ruch Nicht gehütete Gänſe verlaufen ſich häufig vom Hofe in die Thl Felder und thun da großen Schaden, und koſten überdieß vieles Fut⸗ 7 ter zu Hauſe. Die von Gänſen beweideten Grundſtücke taugen nicht we ſt
für Rind⸗ und Schafvieh; man hat es daher wohl zu erwägen, ob und welche Grundſtäce man den Gänſen mit Vortheil einräumen könne.
§. 726. 3u Hauſe fuͤttert man die Gänſe mit Kohl, Kohlſtrünken, Rüben, Kartoffeln, Biertröbern, Küchenab⸗ faͤllen, geringen Körnern u. ſ. w. Der Stall muß maͤßig warm, trocken und zu ebener Erde ſeyn. 2 b 60


