Teil eines Werkes 
2. Bandes 1. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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§. 709. Die natürliche Nahrung der Hühner beſteht in Koͤrnern und Geſäme aller Art; ſie verzehren jedoch auch Gewuͤrme, Inſecten, Gemüſe, gekochte Kartoffeln, ſelbſt Fleiſch und andern Abfaͤlle von den Speiſen des Haushalts. §. 710. Sie lieben die Waͤrme und trocknen Aufent⸗ halt; doch darf es ihnen nicht am friſchem Waſſer fehlen.

Kaͤlte, beſonders Naͤſſe, iſt ihnen nachtheilig.

§. 711. Man hält auf ohngefaͤhr je 20 Hühner(Hen⸗

nen) einen Hahn und kann eine große Anzahl von Hühnern mit der verhaͤltnißmaͤßigen Zahl von Haͤhnen in einem Stalle halten, welchen dieſe Thiere jedoch nur des Nachts und beim Brüten zu ihrem Aufenthalte wählen.

§. 712. Von Wichtigkeit iſt eine warme, trockne Lage des Stalls, weil davon das reichlichere Eierlegen weſentlich abhaͤngig iſt, und dann, daß der Stall gegen das nächt⸗ liche Eindringen der Füchſe, Marder, Fliſe, Ratten, aufs beſte verwahrt iſt.

Zweckmäßig iſt, den Hühnerſtall ſo anzulegen, daß er mit einem Viehſtall zuſammenhängt und von dieſem Wärme erhält.

§. 713. Je waͤrmer der Aufenthaltsort der Hühner im Winter iſt, und je beſſer man ſie fuͤttert, um ſo früher

fangen ſie an Eier zu legen, anfänglich alle paar Tage eines,

ſpäter laͤngere Zeit faſt taͤglich, wenn man ihnen, was in der Regel geſchehen muß, die Eier bis auf eines taͤglich aus den Neſtern nimmt; gegen den Herbſt tritt der Wech⸗

ſel der Federn, die Mauſezeit ein, und das Eierlegen hoͤrt

dann auf. Bei guter Hühnerzucht ſoll ein Huhn jährlich 100 bis 150 Eier legen; im Großen muß man aber oft ſchon mit 50 bis 60 Eiern per Stück im Durchſchnitt jähr⸗ lich zufrieden ſeyn. Man laͤßt die Huͤhner nicht alter als 5 bis 6 Jahre werden, weil ſie dann im Eierlegen ab⸗ nehmen.

Die Hühner, welche ohne Gemeinſchaft mit einem Hahne leben, legen auch Eier; dieſe taugen aber nichts zum Ausbrüten.

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