Teil eines Werkes 
2. Bandes 1. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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den feinen Flaum, wie die Cachemirziege, iſt aber kleiner und gibt nur wenig Miſch.

Uebrigens beſitzt die gemeine Ziege auch ſolchen Flaum, nur in geringerer Menge und weniger fein.

§. 694. Die Ziege hat als Milchvieh für die aͤrmere Volksclaſſe, beſonders für die Gebirgsbewohner, einen ſehr beträchtlichen Werth, indem der ärmere Mann, welcher keine Kuh ernaͤhren kann, leicht noch 1 oder 2 Ziegen zu ernähren im Stande iſt, welche ihm und ſeiner Familie Milch geben. In felſigen Gebirgsgegenden wird aber die Ziegenzucht auch im Groͤßeren betrieben, indem man die Ziege da mit beſonderem Nutzen auf der Weide haͤlt, und ſie an ſolchen Plätzen ſich noch nährt, wo andere Haus⸗ thiere gar nicht hingelangen koͤnnen oder keine zureichende Nahrung mehr finden. §. 695. Man paart die Ziegen gewöhnlich im Herbſte, ſo daß die Jungen(die Ziegenlaͤmmer, Zicklen) gegen das Fruͤhjahr zur Welt kommen; dieſe läßt man in der Regel gegen 6 Wochen ſaugen und dann mit den Müttern zur Weide gehen oder im Stalle die gleiche Nahrung mit dieſen genießen. Ein Ziegenbock dient zur Begattung von 100 und mehr Ziegen. 4

Ohne Zweifel iſt eine gute Auswahl der Zuchtthiere o auch bei der Ziegenzucht, beſonders in Bezug auf Menge und Qualität der Milch(§. 698), ſehr wichtig.

§. 696. In ſo weit die Ziegen über Sommer nicht auf der Weide ernährt werden, und ſodann über Win⸗ ter, erhalten ſie auf dem Stalle Grün⸗ oder Trocken⸗ futter, auch Ruͤben, Kohl, Blätter, Gemuͤſe, gruͤnes und getrocknetes Laub, heſonders auch das Rebenlaub, geſottene zu Getraͤnke angemachte Kartoffeln, Weintreſtern, Spüh⸗ licht aus der Küche ꝛc.; auch kann man ihnen weiches Stroh zum Durchfreſſen vorlegen. NachKrauſe's Ziegenzucht, Leipzig 1831 ein Werkchen, das dieſen Gegenſtand vollſtändig behandelt, käme zu Montd'or

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