Teil eines Werkes 
2. Bandes 1. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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Schlechte Maͤſter, oder ſolche, welche abgemagerte Schweine ein⸗ legen, mäſten freilich oft 4 Monate und länger.

Gewöhnlich tritt bei vorſchreitender Maſt ein Zuſtand ein, in welchem die Schweine die bisherige Fnttermaſſe nicht mehr ganz zu ſich nehmen oder das gewohnte Futter verſchmähen; dann iſt nur durch auserleſeneres Futter noch ein Zunehmen zu erhalten. Es wird aber in ſolchem Falle meiſtens am vortheilhafteſten ſeyn, die Maſt zu beendigen.

4) Schaͤtzung der Maſtſchweine.

§. 674. In Bezug auf Schaͤtzung und Verkauf gelten dieſelben Ruͤckſichten, welche§. 289 ff. für die Rindviehmaſt namhaft gemacht ſind. Das Zuſammenſtellen der Reſultate verſchiedener Wägungen führt ſodann zu dem Anhalten, daß je nachdem die Schweine mehr oder weniger ausgemäſtet ſind, 100 Pf. Gewicht im Leben 70 bis 77 Pf. Schlächtergewicht (den Kopf mitgewogen) gewaͤhren; dazn kommen noch 5 bis 10 Pf. Eingeweidefett(Schmeer). 100 Pf. Schlachterge⸗ wicht von fetten Schweinen müſſen ſodann 40 bis 50 Pf. Speck liefern.

Daß das Schwein mehr Schlächtergewicht als das Rind, im Vergleiche zum Gewicht im Leben, liefert, erklärt ſich, weil beim Schweine der Kopf und die Haut(Schwarte) mitgewogen werden, auch das Rind verhältnißmäßig mehr Futterbrei ꝛc. in ſeinen Einge⸗ weiden angehäuft enthält, als das Schwein.

Bei Schweinen mit ſtarker Schwarte kann es vortheilhaft ſeyn, dieſe abzuthun und an den Gerber zu verkaufen, für den ſie einen nicht unbedeutenden Werth hat.

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