Teil eines Werkes 
2. Bandes 1. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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das weibliche auf die Nachkommenſchaft vererbe, kann als allgemeiner Satz eben ſo wenig aufgeſtellt werden, als die ſchon oft verſuchte, aber noch nie zuverläſſig dargethane Behauptung, daß die Formen gewiſſer Körpertheile vorzugs⸗ weiſe vom Vater, andere wieder vorzugsweiſe von der Mut⸗ ter auf die Jungen vererben. Dagegen darf angenommen

werden, daß von demjenigen der gepaarten Thiere im Durch⸗

ſchnitt eine ſtärkere Vererbung auf die Nachkommenſchaft ſtatt findet, welches der conſtanteren(gewöhnlich zugleich edleren) Race angehört, und das durch lebhafteres Tem⸗ perament und kräftiger genaͤhrten Koͤrper im Vorzug ſteht.

Da man aus triftigen, bereis dargethanen Gründen die mäun⸗ lichen Zuchtthiere in der Regel von der beſſeren und conſtanteren Race wäbhlt, auch beſonders darauf ſieht, daß ſie kräftig ſind und gut genährt werden; ſo tritt der Fall häufig ein, daß ihr Einfluß auf die Nachkommen der vorberrſchendere wird; er kann aber auch dadurch vermindert oder der Einfluß der Mutterthiere mehr vorherrſchend werden, daß einem einzelnen männlichen Zuchtthiere eine zu große Zahl weiblicher zugetheilt wird.

In Schmalz's Thierveredlungskunde iſt für und gegen die hier aufgeſtellten Grundſätze Ausführliches zu finden. Man vergleiche auch meine Anleitung zur Rindviehzucht, Stuttgart 1829, S. 58 ff.

§. 45. Beſonders iſt noch zu beachten, daß einzelne Thiere conſtanter Abkunft zuweilen eine ganz eminente Ver⸗ erbung ihrer Eigenſchaften erweiſen und dadurch dann einen hohen Werth als Zuchtthiere erlangen.

Durch eine längere Reihe von Jahren hindurch conſequent fort⸗ geſetzte Benutzung ſolcher ausgezeichneten Thiere werden ihre Ei⸗ genſchaften oft in ganzen Stämmen verbreitet und von den Nach⸗ kommen daraus wieder vererbt.

§. 46. Durch viele Erfahrungen iſt auch erwieſen, daß die Jungen oͤfters den Großeltern in Geſtaltung oder Eigenſchaften vorzugsweiſe nachſchlagen.

Solche Erſcheinungen kommen beſonders häufig bei Kreuzungen

vor und man hat dabei Rückſicht auf ſie zu nehmen, Namentlich

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