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Was hierbei nach Maasgabe der Localverhältuiſſe und anderer einwirkender Umſtände zu beachten ſey, welche verſchiedene Zwecke bei jedem Hauptzweige der Viehzucht beabſichtigt werden können, wird in der Betriebslehre und der ſpeciellen Viehzucht näher nach⸗
gewieſen.
§. a2. Es muß ſodann ſtets darnach geſtrebt werden, vollkommnere, dem Zwecke der Haltung moͤglichſt entſpre⸗
chende Nachzucht zu erhalten; in dem ſeltenen Falle aber,
wenn man bereits eine Race(auch Stamm) beſitzt, welche ſo
zweckentſprechend und vollkommen iſt, daß ein Mehreres
nicht leicht erreicht werden kann, iſt um ſo viel mehr Auf⸗ merkſamkeit und Intelligenz erforderlich, auf der hohen Stufe zu beharren, welche man bereits erreicht hat.
§. 43. Dadurch, daß wir bei unſerer Hausthierzucht ein und daſſelbe maͤnnliche Thier mit einer größeren Anzahl weiblicher Thiere paaren, ſind wir in den Stand geſetzt, nur die vollkommeneren männlichen Thiere zur Zucht wäh⸗ len, die große Mehrzahl der weniger vollkommenen aber ausſchließen zu duͤrfen, wodurch die Erzielung einer gleich⸗ artigeren und vollkommeneren Nachzucht eines Theils we⸗ ſentlich befördert iſt; waͤhrend andern Theils dadurch die nachtheiligen Einfluͤſſe wenigſtens zum Theil wieder ausge⸗ glichen werden koͤnnen, welche haͤufig durch das Leben unſe⸗ rer Hausthiere in einem mehr oder weniger erkuͤnſtelten, von ihrem naturgemäßen Verlangen abweichenden Zuſtande herbeigeführt werden. Aus dieſen Gründen iſt aber auch die Auswahl der männlichen Zuchtthiere von noch weit grö⸗ ßerer Wichtigkeit, als die der weiblichen, und der Nach⸗ theil einer bei jenen ſtatt gehabten ſchlechten Wahl wird um ſo empfindlicher.
Wie viel weibliche Zuchtthiere nach Maßgabe der obwaltenten Verhältniſſe bei jeder Hausthierart auf ein männliches gerechnet werden dürfen, weiſet die ſpecielle Viehzucht nach.
§. au. Daß das männliche Zuchtthier ſeine Formen und Eigenſchaften uͤberhaupt in ſtaͤrkerem Verhaͤltniſſe als


