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der Art, daß ſie überall da fortkommen, wo noch eine einigermaßen befriedigende Vegetation jener Pflanzenarten moͤglich iſt.
Der mehr oder weniger ausgedehnte Betrieb der Viehzucht iſt demnach von der natürlichen Productionsfähigkeit des Bodens und von der zu deren Beförderung angewendeten Kunſt hauptſächlich ab⸗
hängig. §. 17. Aus dieſen allgemeinen Andeutungen leiten wir
folgenden erſten Grundſatz für den Viehzüchter ab: die Natut der Thierarten, mit deren Zucht und Haltung er ſich befaſſen will, in jeder Hinſicht gruͤndlich kennen zu lernen.
Zweites Capitel.
Von den Racen der Hausthiere.
§. 18. In der Naturgeſchichte werden die Thiere nach den bekannteren, von Linné zuerſt aufgeſtellten Syſtemen zu⸗ nächſt in Claſſen, dieſe in Ordnungen, dieſe zum Theil wieder in Familien abgetheilt. In den Ordnungen und Fa⸗ milien theilt man ſodann die nach dem aufgeſtellten Haupt⸗ Syſteme einander aͤhnlichen Thiere wieder ab in Gattun⸗ gen oder Geſchlechter(genera), deren Unterſcheidungen hauptſächlich auf ſchon mehr untergeordneten Abweichungen in der Organiſation des Knochengebäudes, des Gebißes, der Verdauungswerkzeuge, der Art ſich zu ernaͤhren, der Zeit der Begattung, dem Zeitraume der Traͤchtigkeit, der Zahl der Jungen, welche ſie gewoͤhnlich gebaͤhren, und der⸗ gleichen mehr beruht.— Die Thiergattungen werden end⸗ lich wieder in Arten(species) abgetheilt, deren Unter⸗


