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leben angefangen, und eine gewiſſe Zeit lang ſeine erſte Nahrung unmittelbar oder mittelbar von dem Mutterthier erhalten hat, ernaͤhrt es ſich von denſelben Pflanzen oder thieriſchen Stoffen, welche die Thierart als Nahrungsmittel zu ſich nimmt, zu der es gehoͤrt; es nimmt bis zu einem gewiſſen Alter an Umfang zu, lebt ſodann im ausgewach⸗ ſenen Zuſtande eine Periode fort, bis die Zeit heranrückt, in welcher ſein Organismus allmählich an Feſtigkeit und Kraft abnimmt und jener endlich in ſeinen Verrichtungen ſtille ſteht, der thieriſche Körper alſo zu leben aufhoͤrt.
§. 12. Die bedürftige Nahrung nehmen die Thiere willkührlich durch den Mund ein, ſie koͤmmt dann in innere Gefaͤße(den Magen und die Eingeweide), in denen ſie, mit Waſſer verdünnt(oder von Natur ſchon waͤſſrig), ſich allmählich zerſetzt(verdaut wird). Waͤhrend dem wird durch andere Gefäße der veränderte Nahrungsſtoff allmählich auf⸗ genommen, in ſeiner weiteren Circulation allen Theilen des Körpers(als Blut) zugefuͤhrt und immer mehr mit dem⸗ ſelben verbunden(zu ſeiner Ernährung abgegeben). Das von der genoſſenen und durch die Verdauung veränderten Nahrung im thieriſchen Körper nicht Aufgenommene geht, mit einigen ausgeſtoßenen thieriſchen Stoffen(Schleim) vermiſcht, endlich als Excrement in beſtimmten Canaͤlen ab; gewiſſe durch die Thätigkeit der inneren Organe entwickelte flüchtige Theile(Gas, Dunſt) entweichen auch durch die Poren der äußeren Huͤlle, der Haut, aus dem Thier⸗ koͤrper.
§. 13. In der ganzen Natur, beſonders aber unter den Thieren, findet ſich, hinſichtlich der Organiſation der Koͤrper, eine Stufenleiter vom Unvollkommeneren zum Voll⸗ kommeneren. Jede auf einer dieſer unendlich vielen Stufen ſtehende Thierart beſitzt gewiſſe natuͤrliche Eigenſchaften, wor⸗ auf eine Verſchiedenheit im Beduͤrfniſſe von Waͤrme, Licht, Waſſer, und der Art und Menge der Nahrungsmittel beruht.
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in G ſafe theilar Hauu rnug


