Erſtes Capitel.
Allgemeine Bedingungen der Exiſtenz der Thiere. 5)
§. 9. Die Thiere haben als lebende(organiſche) Kör⸗ per vieles mit den Pflanzen gemein; ſie entſtehen wie dieſe aus der Begattung ſchon vorhandener aͤhnlicher Koͤrper, ſind auch in ähnlicher Art aus gewiſſen Gefäßen und Werk⸗ zeugen(Organen) zuſammengeſetzt, welche beſtimmte, in einandergreifende, und für das Fortbeſtehen der Koͤrper nothwendige Zwecke und Verrichtungen haben. Die Thiere bedürfen auch, wie die Pflanzen, zu ihrer Exiſtenz Waͤr⸗ me, Licht, Luft und Waſſer, und eine aus organiſchen Stoffen beſtehende Nahrung; auch hoͤrt ihr Leben, nach⸗ dem es eine gewiſſe Zeit gedauert hat, endlich auf, un der Körper fällt der Verweſung anheim.
§. 10. Dagegen beſteht zwiſchen Thieren und Pflanzen der weſentliche Unterſchied, daß jene ſich willkührlich fort⸗ bewegen koͤnnen, daß ſie ihre Nahrung auf andere Weiſe ſich aneignen, daß das maͤnnliche und weibliche Geſchlecht ſtets zwei getrennte Koͤrper ſind, und daß ihre Organiſation überhaupt vollkommener, als die der Pflanzen iſt.
Zu vergleichen erſter Band, erſte Abtheilung, erſtes Capitel.
§. 11. Der Lebensprozeß des thieriſchen Koͤrpers iſt, näͤher bezeichnet, folgender: nachdem ein junges Thier zu
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