Teil eines Werkes 
2 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 2
Entstehung
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gewoͤhnlich ſchon etwas vom Unkraute, weil dieſes gerade um dieſe Zeit am lebhafteſten waͤchſt.

Habe ich aber ein paſſendes Inſtrument und ein gutes Pferd, ſo kann ich in Einem Tage ſechs Morgen Kartoffelland damit ſchwarz machen. Ich kann alſo den Zeitpunkt zu dieſer Arbeit auswaͤhlen, wo gerade das Unkraut eben recht hervorgekommen iſt. Da es aber in meiner Macht ſteht, es in ſo kurzer Zeit zu vernich⸗ ten, ſo brauche ich es nie ſo heran wachſen zu laſſen, daß es den Kartoffeln ſchaͤdlich wuͤrde.

Iſt in acht oder zehn Tagen neues Unkraut hervor gekommen, ſo wiederholt man die Arbeit eben ſo ſchnell noch einmal, und ſollte es noͤthig ſeyn, ſogar zum drit ten Male, oder ſo lange, bis die Kartoffeln ſo heran gewachſen ſind, daß ſie behaͤufelt werden muͤſſen.

Das Haͤufeln gehet ſchwerer fuͤr das Pferd. Man kann ſo viel nicht in Einem Tage verrichten, wie beim Behacken. Aber die Arbeit wird auch ſo ſauber, wie ſelten mit der Handhacke. Man muß ſie nur mit Luſt verrichten und muß die Reihen ein paar Mal durch gehen, und die Unkraͤuter ausziehen, die zwiſchen und an den Kartoffelſtauden ſtehen.

Wie oft habe ich ſchon ſagen hoͤren: ich bauete gern mehr Kartoffeln, wenn ich es nur mit der Arbeit zwin⸗ gen koͤnnte. Aber gerade dann, wenn die Kartoffeln gehackt werden muͤſſen, iſt der Lein zu jaͤten und der Hirſen, der Kohl zu pflanzen, ſo daß man oft nicht weiß, was man erſt machen ſoll. Wie willig muß