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Mineraliſche Duͤngungsmittel. 195
§. 90. Zu den wiekſamen und haͤufig angewandten Duͤngungsmitteln gehoͤrt endlich die Aſche.
Die Aſche.
Die ausgebrannte Aſche beſteht aus Erden und Kali, denen ſich Metalloxyde und verſchie⸗
dene Salze zuweilen beimiſchen. Unter den Erden iſt die Kalkerde immer praͤdominirend, wenn gleich die Pflanzen nicht auf kalkhaltigem Boden gewachſen ſind.
Dem Kali kann man als Zerſetzungsmittel eine große duͤngende Wirkung nicht abſprechen. Aber mehrentheils kommt nur Aſche zum Gebrauch, welche ſchon ausgelaugt iſt, und dieſe hat immer noch eine betraͤchtliche, wenn auch nicht ganz ſo große Wirkung als die unausgelaugte. Es muß daher in der Aſche etwas Beſonderes, noch nicht Erkanntes ſeyn, was den ungleich groͤßern Effekt der ausgelaugten Aſche, gegen den von einer gleichen Quantitaͤt derſelben Erden etwa hervorgebrachten bewirkt. Es iſt in der Aſche wahrſcheinlich noch etwas vom vegetabili⸗ ſchen Leben Zuruͤckgebliebenes, was unſere Sinne nicht erreichen koͤnnen. Dieſer Gedanke
ſcheint ſich auch dadurch zu beſtaͤtigen, daß man faſt allgemein beobachtet hat, diejenige Aſche,
die bei langſamem Feuer und bei mehr verhindertem Zutritt der Luft gebrannt worden, ſey als Duͤngungsmittel weit wirkſamer, als die mit hellem Feuer gebrannte.
Die unausgelaugte Aſche verſetzt man zuweilen, um ihr eine große Wirkſamkeit zu geben,
mit friſchgebranntem in Pulver zerfallenen Kalk, und befeuchtet dieſe wohl durchgeruͤhrte Men⸗
ittels zum bbrennen
Man bedient ſich dieſes
gung etwas. Das Kali der Aſche wird hierdurch aͤtzend. So wird auch nach dem
Ueberduͤngen, beſonders des Klees, in ſchwachem Maße. des Raſens gern noch etwas Kalk hinzugefuͤgt.
Obwohl die Einaͤſcherungs⸗ Methode des Raſens hierher zu gehoͤren ſcheint, ſo werden wir doch erſt bei der Lehre von der Urbarmachung des Bodens daruͤber reden, indem ſie dabei hauptſaͤchlich ihre Anwendung findet.
§. 91.
Am haͤufigſten kommt die ausgelaugte Holzaſche als Seifenſiederaſche(Eſcherich) in Ge⸗ Heffenſteder⸗
brauch. Kali enthaͤlt ſie wenig mehr, aber ſie iſt mit Kalk vermengt, und mehrentheils mit einigen gelatinoͤſen Theilen, auch Greven und andern Abfaͤllen, die bei der Lichtzieherei und Seifenſiederei vorkommen. Gewoͤhnlich wird von den Seifenſiedern auch aller Auskehricht aus dem Hauſe und Hofe darunter gemengt, wodurch ſie aber nicht verbeſſert wird. ſamkeit dieſes Duͤngungsmittels iſt nun ſo allgemein bekannt, daß ſie wohl allenthalben aufge⸗ ſucht und weit verfahren wird, ungeachtet man ſie vor 20 Jahren an den meiſten Orten noch wegwarf, und aus den Staͤdten als einen unnuͤtzen Schutt loszuwerden ſuchte.
Sie wird zum Ueberſtreuen der Wieſen vielleicht am haͤufigſten gebraucht, wo ſie ſtatt des Mooſes ein uͤppiges Gras und beſonders das Hervortreiben der kleeartigen Gewaͤchſe ſo ſchleunig
als nachhaltend befoͤrdert.
Auf dem Acker aber iſt ſie nicht minder wirkſam. Man muß ſie nur, wie alle dieſe Duͤn⸗ gungsmittel, mit der Ackerkrume ſorgfaͤltig zu mengen ſuchen, und deshalb zum erſten Male ſehr flach unterpfluͤgen, damit die Egge ſie noch faſſen koͤnne. Sie wird zu 36 bis 40, hoͤch⸗ ſtens 60 Metzen auf den Jochart gebracht, und ſorgfaͤltig ausgeſtreuet. Man bezahlt eine ſol⸗ che Duͤngung an einigen Orten gern mit 7 bis 11 Fl., wogegen man ſie an andern Orten noch
Die Wirk⸗
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