Saaren.
gen, auf ſandigen und kalkigen Boden aber nur 30 bis 36 Metzen.
Wirkung zeigte, enthielt faſt gar keinen Kalk.
1 94 Mineraliſche Düngungamitte
naͤmlich einen oitrioihaltigen Torf, und in Deutſchland in der graͤflich Einſiedelſchen derrſcaf Reibersdorf eine vitriolhaltige Erdkohle gefunden, welche hochſt wirkſame Düngungomtte in kleinen Quantitaͤten abgeben.
Es ſcheint aus ſelbigen zu erhellen, daß der eiſenvitriol eine große Wirkung auf die Ve⸗ getation hervorbringe, wenn er mit Kohle genau verbunden iſt. Wahrſcheinlich geht hier,
unter der Einwirkung des Lichts und der Luft, eine Zerſetzung der Schwefelſaͤure vor, deren Orygen ſich mit dem Kohlenſtoff verbindet, und Kohlenſaͤure oder eine aͤhnliche, den Phanzen Schwefel und die Kohle gehen nicht unwahrſcheinlich vermoͤge
freundliche Materie bildet. Der des an letztere gebundenen Hydrogens eine andere wohlthaͤtige Verbindung ein.
Auf eine gleiche Weiſe mag dann auch der reine Eiſenvitriol in Verbindung mit dem Hu⸗
mus treten, den er im Boden antrifft, und dadurch vortheilhaft wirken, ohne ſelbigen aber nachtheilig. Genauere Verſuche muͤſſen dies erſt aufklaͤren, und insbeſondere, vh und unter welchen Verhaͤltniſſen eine Duͤngung mit Vitriol vortheilhaft ſeyn koͤnne.
Der große und entſchiedene Nutzen der vitriolhaltigen Erdkohle und des vitriolhaltigen Torfes ermuntert aber zu einer ernern Aufſuchung und Auwendung derſelben zu dieſem Gebrauche.
Jene Kohle wird gepulvert über die Saatfurche oder die Saat ausgeſtreuet, aber nih untergepfluͤgt.
In Anſehung der Quanti taͤt der Kohle wird Vorſich angerathen. Zu ſtark wirkt ſie nachtheilig, und wo Haufen derſelben nur einige Tage oder Stunden gelegen haben, waͤchſt in mehrern Jahren nichts; weswegen man ſie nur auf wenig nutzbaren Rainen oder Wegen ab⸗ laden darf. Auf einen thonigen kalkigen Acker kann man 60 bis 72 Metzen per Jochart brin⸗ Ich verweiſe auf die ſehr vollſtaͤndige Beſchreibung ihres Gebrauchs von Herrn Blume, Annalen 1809, Oktober⸗ und November⸗Stuͤck, S. 471 u. und Crome's Unterſuchung derſelben, Septemder Stuͤck, S. 164 u. f.
.§. 89. Ob die Szuren eine befruchtende Eigenſchaft haben, iſt eine Frage, welche nur 1 Theorie intereſſirt, weil man ſie in der Praxis wenſgſtens hoͤchſt ſelten gebrauchen kann. Sie muß hier jedoch beruͤhrt werden.
Man hat ſie zuerſt nach Theorie empfohlen, weil ſie Sauerſtoff entßieſten, a und die⸗ ſer der Vegetation guͤnſtig ſey. Aber nahm man ihre Zerſetzbarkeit im Boden nicht zu
unbedingt an?2
Die Verſuche, welche man damit angeſteltt hat, haben widerſprechende Refultate gege⸗ ben; und es iſt auffallend, daß ſelbſt beruͤhmte Naturforſcher, welche ſie anſtellten, den Be⸗ ſtand des Bodens nicht angeben. Es erhellt aber aus Rebenumſtaͤnden, daß es immer kalk⸗ haltiger Boden war, wo die Schwefelſaͤure— denn dies iſt die einzige, die man angewandt hat— gut wirkte. Hier aber machte ſie Gyps und trieb Kohlenſaͤure aus, woraus ſich dann ihre gute Wirkung analogiſch leicht erklaͤren laͤßt. Der Boden, wo ſie uns ſehr nachtheilige
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