Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1811) Von den landwirthschaftlichen Verhältnissen (Fortsetzung) : Agronomie, oder die Lehre von den Bestandtheile, physischen Eigenschaften, der Beurtheilung und Werthschätzung des Bodens : Agrikultur
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Duͤngende Kraft

192 Mineraliſche Duͤngungsmittel. man den Gyps zu einem ſolchen Preiſe haben kann, daß der Jochart mit 3 Metzen feinen Gyps

zu beſtreuen nicht uͤber 2 Fl. koſte. Man kann ſicher erwarten, daß man auf einem gehoͤrig

beſtandenen, aber ſonſt nicht ſehr uppigen Kleefelde 13 bis 18 Centner Kleeheu mehr gewinnen werde, wie ohne Gyps; jedoch vorausgeſetzt, daß ſich ein zureichender Stamm von Pflanzen auf dem Felde befinde; denn wo dieſer nicht iſt, kann ihn der Gyps nicht hervorbringen. Wenn aber nur auf jedem Quadratfuß wenigſtens eine vollſtaͤndige Pflanze ſteht, ſo wird durch den Gyps bewirkt werden, daß ſich der Klee in der Bluͤte uͤber das ganze Feld verbreitet. Steht dagegen der Klee ſehr dicht und hat der Boden ſo viele Kraft, daß er von ſelbſt uͤppig vegetirt, ſo wuͤrde der Gyps eine Ueberduͤngung bewirken, wodurch nur zum Anfaulen des

Klees wegen uͤbermaͤßiger Staͤrke und Dichtheit Veranlaſſung gegeben wuͤrde; weswegen man

in ſolchem Falle nicht gypſen muß. 4 6. 86. Auf das Getreide hat der Gyps nach allen damit angeſtellten Verſuchen eine unbedeutende direkte Wirkung, d. h., wenn man ihn unmittelbar auf daſſelbe ausſtreut. Aber einſtimmig iſt man daruͤber, daß eine gegypſte Kleeſtoppel weit uͤppigeres Getreide, insbeſondere Weizen, hervorbringe, als eine ungegypſte. Dies bewirkt er wahrſcheinlich nur durch die Staͤrke der Kleewurzeln, Stoppeln und Abfaͤlle, die der gegyyſte Klee dem Boden hinterlaͤßt; indem ſch bekanntlich die Staͤrke des folgenden Getreides nach der Staͤrke des Kleeſchnittes richtet. In⸗

direkte alſo koͤmmt die Gypsduͤngung dem Getreidebau ſchon an Ort und Stelle zu ſtatten.

Noch mehr aber wirkt ſie auf dieſen durch die Futter⸗ und folglich Duͤngervermehrung, welche ſie in der Wirthſchaft uͤberhaupt hervorbringt. Es iſt alſo dieſes Duͤngungsmaterial, welches man des geringern Volumens wegen, worin man es gebraucht, ſchon aus einer weitern Entfernung herholen kann, allerdings von einer ſehr großen Wichtigkeit. Nur wiederhole ich, daß man in einem humusleeren Acker nichts davon erwarten, und dieſen unmittelbar dadurch nicht bereichern koͤnne.

5§. 87.

Der Gyps fuͤhrt uns auf die duͤngende Eigenſchaft anderer Salze, die jedoch außer den Salinenabfaͤllen in der Praxis wenig vorkommen, weil dieſe Salze zu koſtbar ſind. Ddie damit angeſtellten Verſuche beſchraͤnken ſich daher auch nur auf kleine Flaͤchen. Sie haben, namentlich in Anſehung des Kuͤchenſalzes, folgendes ergeben. Eine ſtarke leber⸗ ſtreuung damit hemmt vorerſt alle Vegetation. Nachdem es aber fortgeſpuͤlt, vielleicht zum Theil durch den Humus zerſetzt iſt, hat ſich in den folgenden Jahren eine ſehr aͤppige Vegeta⸗ tion darnach gezeigt. Eine ſchwache Ueberſtreuung hat auf reichem Boden eine merkliche abet nur kurz dauernde Wirkung gehabt; auf armen Boden aber gar keine. Man hat ſich alſo auch da, wo unreines Salz von den Salinen wohlfeil verkauft wurde, dieſes Duͤngungsmittels hoͤchſt ſelten bedient.

Von der natuͤrlichen Duͤngung aber, welche das Seewaſſer gewiß auch vermittelſt ſeines

Satzes giebt, verſpuͤrt man an dem Meerufer eine betraͤchtliche Wirkung, und die ſalzigen Marſchen werden beſonders als Viehweide vor andern geſchaͤtzt Das darauf gewachſene Gras wird ſowohl als Weide, wie als Heu, von allem Vieh begierig gefreſſen, und iſt ihm beſon⸗ ders gedeihlich. Das Salz wird uͤbrigens, ſelbſt am Geſtade des Meeres, ſchnell wieder aus

4-. 8 dem

1 der doden fen

Sput von Sal gir den m nin Birkun n unanwendt eitſeldeter er gi man häuf ſchen Anug, als eine Art dings ein Ben wieder ausen den auf Salpe zufäligen fren auemacht.

Andere 9

Da man ten in ganz! ſollee man doe ſelben, welch zu verwirken

Rever⸗ Eiſen als D ſehr nachthe Recht er gleichzeitig d kung des Oxr bemerkte, gl konnen Abe ſehen, die lei ren Salzen ſ Keiwens noch gungsmittel ſchͤdliche, Verſuche, des Erdbod iige Momen nich erklaͤre

die zu die mit Eiſer Lictigkeit

dueite Tde