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1726 Miineraliſche Duͤngungsmittel.
auch auf magern Boden wohl immer eine auffallende Wirkung leiſten. Die ſchwaͤchſte Wir⸗ kung, aber doch immer noch einige, thut eine in kurzer Friſt wiederholte Kalkduͤngung, und ſee wird immer ſchwaͤcher, je oͤfterer ſie ohne dazwiſchen gebrachte humoſe Duͤngung wieder⸗ kommt. 3 2 1
verſchiedenen Bemerkungen auf das Wintergetreide eine geringere, wie auf die Soͤmmerung, aber die ſtärkſte auf die Huͤlſenfruͤchte, den Klee und kleeartige Gewaͤchſe. 1 Die wiederholten Kalkduͤngungen ertraͤgt uͤbrigens der ſehr thonhaltige Boden beſer, wie der mehr ſandige, wobei theils die phyſiſche Wirkung des Kalkes als eine gelockerte Erd⸗ art, theils aber auch die chemiſche, indem naͤmlich der Thon den Humus weit hartnaͤckiger an⸗ haͤlt, in Betracht kommt. Auch der moorartige Boden, wenn er trocken gelegt worden iſt, er⸗ traͤgt wiederholte und ſtarke Kalkduͤngungen, indem immer zerſetzbare Materie genug vorhan⸗ den bleibt, worauf jene wirken koͤnnen. Hier wird Kalk eine lange Zeit hindurch mehr bewir⸗ ken, als Miſt. 5 „ · Dagegen wird ein magerer ſandiger Boden durch wiederholte Kalkduͤngungen, ungeach⸗ teer ſie jedesmal noch eine ſchwache unmittelbare Wirkung zu leiſten ſcheinen, endlich ganz ver⸗ dorben werden. Trifft der Kalk keine organiſche Materie an, auf welche er wirken kann, auch vielleicht wenig Thon, mit welchem er ſich wahrſcheinlich lieber zu Mergel verbindet, ſo verei⸗
ſtet wiederholte Miſtduͤngungen, ehe man einen ſolchen Boden wieder zu einem lohnenden Er⸗ trage bringen kann. Den Beweis hiervon geben manche Aecker und ganze Guͤter in Schleſien; „ daſſelbe hat man aber auch in England in den Grafſchaften, wo Dreifelderwirthſchaft mit ei⸗ — nem geringen Viehſtande betrieben wird, aber viel Kalk vorhanden iſt, auffallend bemerkt.
. 5. 55. 1 Waniunntien Man bedient ſich des Kalks gewoͤhnlich im friſch gebrannten oder kohlenſaͤurefreien Zu⸗ gung- ſtande, theils ſeiner größern obengedachten Wirkſamkeit wegen, theils aber auch, weil er nur
in dieſem Zuſtande in ein feines Pulver zerfaͤllt, und ſich innig mit der Ackerkrume vermengen loͤßt. Man eilt deshalb moͤglichſt den gebrannten Kalk zum Zerfallen zu bringen, und ihn ſe⸗ dann mit der Erdkrume, oder auch mit organiſchen Duͤngungsmaterialien zu vermengen.
Man hat zwei Hauptmethoden, ihn dem Acker beizumiſchen, bei welchen dann freilich noch mancherlei Verſchiedenheiten in der Manipulation ſtatt finden.
Ddiie eine iſt die: daß man die Kalkſtuͤcke auf einen Haufen zuſammenbringt, in der Näaͤhe eines Orts, wo man genugſames Waſſer haben kann. Man uͤbergießt ihn dann mit ſo vielem Waſſer, als erforderlich iſt ihn zu loͤſchen, d. h. ihn zu einem feinen Pulver, aber nicht zum
cke muͤſſen herausgeholt, wieder zuſammengebracht, und aufs Neue benetzt werden, damit Al⸗ les in ein feines Pulver zerfalle. Der Kalk zieht hier ſein durch das Brennen verlornes Kry⸗
ſeinem aͤtzenden Zuſtande. Er wirkt daher auf die Weiſe wohl am ſtaͤrkſten und zerſtoͤrendſten auf manche Unkrautsſamen, die er zerſtoͤrt, aufloͤſt, und zu fruchtbarem Moder umwandelt. Er wird ſodann gleich mit Wagen oder Karren auf den Acker ausgefahren, und von dem Fuhr⸗
werke ab mit Schaufeln auf den umgepfluͤgten Acker ausgeſtreuet. Da dieſer Staub ſhret wer⸗
Auf gewiſſe Saaten hat die Kalkduͤngung einen ſtaͤrkern Einfluß, wie auf andere; nach
nigt er ſich mit dem Sande zu Moͤrtel, der ſchwer aufloͤslich wird. Man ackert daher auf ſol⸗ chem uͤberkalkten Boden lauter Moͤrtelſtuͤcke heraus, die ſich kaum zertheilen laſſen, und es ko⸗
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Teig zu machen. Er muß hierbei durchgearbeitet werden, und die unzerfallnen groͤßern Sti⸗
ſtalliſationswaſſer wieder an, aber wenig von ſeiner Kohlenſaͤure, und bleibt folglich noch in
auf unzerſetzte organiſche Materien im Boden, auf die Inſekten, Pflanzenfaſern und ſelbſt wohl
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nen Abzugsg. ſo ſticht man einmal wieder vermuthlich in fähet; aber ſ aber den Kalk bethindert, t klebt bleibt.
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