132 Man woäͤſcht damit die unreinen Geſchwüre, und kann ſolches auch zu Einſpritzungen gebrauchen. Gegen verhärtete Geſchwüre.
190. Gegen verhärtete Geſchwüre oder Verletzungen kann ich aus unendlich vielen Erfahrungen folgendes erweichende Pfla⸗ ſter von ſehr heilender Wirkung, für Menſchen und Thiere an— wendbar, anempfehlen:
6 Loth Hirſchunſchlitt,
6„ gelbes Wachs,
2„ Leinöhl, und
4„ Terpenthin.
Man koche alles zuſammen zu einem Pflaſter.
Von Wunden.
191. Es gibt ſehr viele Fälle, wo Schafe verletzt oder verwundet werden können, oder ſich Wunden durch Geſchwüre von ſelbſt bil— den. Folgendes Mittel habe ich bey vielen Gelegenheiten in der— ley Fällen mit dem beſten Erfolg benutzt:
Seeidelbaſt 6 Loth, in ½ Maß Waſſer 1 Stunde gekocht, durchgeſeihet, und zwey Loth Salzſäure hinzugeſetzt, womit die Wunden ausgewaſchen, oder nach Umſtänden die Einſpritzungen in den Hohlgängen bewerkſtelliget werden können.— Fein gepülverter Zucker für ſich allein, oder 6 Loth gebrannter Alaun, und 2 Loth fein gepülverter Zucker, erfüllen den nähmlichen Zweck.
Von Geſchwüren, welche beſtändig näſſen.
192. Es ereignet ſich zuweilen auch, daß Geſchwüre nicht heilen wollen und beſtändig näſſen; in dieſem Falle wende man dagegen an:
1 Seidel Kalkwaſſer, 85
1 Loth Myrrhen; oder
1 Maß Waſſer und 1 Seidel Bleyeſſig; und die Heilung wird dadurch erfolgen.
Wider den Wespenſtich. 195. Daß die Schafe durch Wespen oder Bienen öfters ge⸗


