Teil eines Werkes 
Zweyter Theil, zweyte Abtheilung (1825)
Entstehung
Seite
128
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126 ſeuche bekommen, deren ich hier bey der Klauenſeuche erwähne, indem ſolche bloß als eine Folge der durch Beißen und Belecken der kranken, in ſcharfe Eiterung übergegangenen Klauen zu betrach ten iſt. Dieſes Übel iſt keinesweges bösartig, ja es haben dasſelbe in Folge der Klauenſeuche viele Schafe, ſo daß man ſie oft ohne beſondere Aufmerkſamkeit nicht bemerken würde. Die damit behaf⸗ teten Schafe bekommen einen Ausſchlag an der Naſe und dem Vordermaule; auch ſindet man zuweilen Bläschen an der Zungen⸗ ſpitze. In dieſem Zuſtande fließt ein zäͤher Schleim aus dem Munde, ſie nehmen nur wenig Futter auf, und das Wiederkäuen geſchieht nur ſehr langſam und unterbrochen, je nachdem ſie mehr oder weni⸗ ger Bläschen oder Puſteln in dem Maule oder auf der Zungenſpitze haben. Man gebrauche: Maß Weineſſig, Pfd. Honig, mit etwas Mehl gemiſcht, und pinſele da⸗ mit das Maul aus. Oder:

Man löſe in Weineſſig Salz auf, und ſetze etwas Möhren⸗ ſaft oder Syrup zu. Oder:

Weineſſig mit Kochſalz allein; man waſche damit das Maul öfters aus.

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Beinbrüche.

184. Es iſt nichts Seltenes, daß die Schafe durch Sprünge oder aus andern Urſachen ein Bein brechen. Iſt der Bruch im Oberſchenkel des Vorderbeines oder in der Lende, ſo gelingt ſel ten eine Cur vollkommen, indem man den Fuß nicht verbinden kann. In dieſem Falle ſchere man die Wolle an der Stelle, wo der Bruch Statt hat, gut aus, und ſchmiere ſolche mit einer kühlenden Auflöſung von Schießpulver in Eyweiß ein, und über⸗ laſſe die Heilung übrigens der Natur. Man verſetze das Thier in eine Lage, wo es nicht beunruhiget wird, und verhindere jede heftige Bewegung. Der Fuß heilt zwar bey dieſer Behandlung in einiger Zeit, bleibt aber gewöhnlich krumm. Iſt ſolcher aber im Unterſchenkel, ſo richte der Schäfer die Knochen unverzüglich gerade

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