telt. Dann wird die klare Tinctur abgegoſſen, und davon dem Thiere täglich zweymahl in paſſenden Krankheitsumſtänden von kalten, ſchleimigen Fiebern ꝛc. ein Eßlöffel voll gegeben.
kranken
Der Rosmarin
93. Wirkt ſtärkend auf die Eingeweide und die Verdauung, befördert die Ausdünſtung, den Abgang des Harns, und den Aus⸗ wurf; weßhalb man ihn mit Nutzen in fauligen Pocken, wenn der Miſt ſchon anfängt weich abzugehen, ferner in Faulkrankhei⸗ ten und nach Lungenentzündungen, mit einer Gabe von † oder * Loth, gebraucht.
Rainfarn(Tanacetum vulgare)
94. Eine ausdauernde Pflanze von ſtarkem, kampherartigen, balſamiſchen Geruch und bitterm, gewürzhaften Geſchmack. Sie iſt magenſtärkend, treibt die Blähungen, und dient, wie andere birtere Mittel, gegen Würmer. Schafen gibt man 1 Quentchen auf einmahl davon. Auf 1 Pfd. Waſſer nimmt man zum Aufgießen 1 Loth. Bey Schafen wird ſie als Vorbauungsmittel gegen die Egelkrankheit gebraucht.
Salpeter oder Salniter
95. Erregt ein feuchtes Miſten, erleichtert das Uriniren, kühlt überhaupt, und mäßiget Krankheiten von entzündlicher Art weßhalb er im Milzbrande, bey Lungenentzündungen, bösartigen Blattern, in Gaben von † oder Loth, herrliche Dienſte thut.
Die Salbeyblätter
96. Widerſtehen Entzündungen im Maule und dem Halſe, wenn man mit abgekochtem Salbeywaſſer dieſe kranken Theile zugleich öfters reiniget.
Der Salmiak
97. Wirkt gelinde reizend und auflöſend, und ſchwächt die
Thätigkeit der Muskelfaſern unmerkbar wenig. Bey Schleim⸗ und
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