480
§. 637.
Von Verblutungen.
Ofters werden Verblutungen, wenn z. B. die Widder ſich ein Horn abſtoßen, oder durch andere Ur⸗ ſachen, veranlaßt. Vor allen Dingen lege man Feuer⸗ ſchwamm auf die Wunde, oder man löſe weißen Vi⸗ triol im Waſſer auf, tauche eine Leinwand hinein, und verbinde damit die wunde Stelle. Statt der Leinwand kann man noch beſſer Charpie anwenden. Iſt die Ver⸗ blutung ſtark geweſen, und ſind die Thiere dadurch ge— ſchwächt, ſo gebe man ihnen Gerſtenſchrot unter das Waſſer, und verſehe ſie mit kräftigem Futter; um die entgangenen Kräfte dadurch wieder zu erſetzen. Man muß bey Zufällen von dieſer Art beſorgt ſeyn, daß man durch zweckmäßige Vorbeugungsmittel die Fliegen, und Ent⸗ ſtehung der Maden, abhält, nähmlich durch Wagen⸗
ſchmier, Kienöhl oder Steinöhl.
§. 638.
Von den Klyſtieren.
Es ereignen ſich oft Fälle, daß man Schafe von dem augenblicklichen Tode, durch ein Klyſtier retten kann.— Es treten Umſtände ein, wo ihnen erweichen⸗ de oder ſtärkende Klyſtiere gegeben werden müſſen. Die erweichenden beſtehen aus einem Decoct von weitzenen Kleyen, etwas Salz mit einem kleinen Löffel voll Lein⸗ öhl, bey hartnäckigen Verſtopfungen muß man zuwei⸗ len ſeine Zuflucht zu Klyſtieren von purem Seifenwaſſer mit etwas Ohl nehmen.
Die ſtärkenden werden aber aus Decocten von bit⸗
Be hey ſolche heit von will, wo B. bey urſacht: terung d vird.
V da darren 1 der Hau wird,) nan te mehrt! D und wi ne Erb helegt! hewerkf he, rei


