Druckschrift 
Das Ganze der Schafzucht in Hinsicht auf unser deutsches Klima, und der angrenzenden Länder, insbesondere von der Pflege, Wartung und den Eigenschaften der Merinos und ihrer Wolle : ein vollständiges, alles umfassendes praktisches Handbuch für Guts- und Schäferey-Besitzer, Beamte, und Schäfer / von Bernhard Petri
Entstehung
Einzelbild herunterladen

dihre Gher *randen In erfeu⸗ de länget ditt dage⸗ Cuuch die ſchmir,

Duch den

d ſelbe Nde her⸗ Aaintem

aireut,

: Ge⸗ Wi⸗ ngt, aitſi⸗ 3 ängt,

477

rathſamſte, die Schur vorzunehmen, denn nachdem die

Schafe geſchoren worden ſind, verlieren ſich augenblick⸗ lich alle Zecken. §. 631. Von den Schaf lläuſen.

Die Läuſe(Paticulus ovis) halten ſich an ver⸗ ſchiedenen Orten des Körpers auf, und verurſachen Ab⸗ magerung, wenn ſie häufig ſind, wobey die Thiere ſehr gequält werden. Man vertreibt ſie durch Salben von ſchweinenem Schmalz und Queckſilber, durch einen Ab⸗ ſud von Tobak oder auch von den Blättern des Segen⸗ baums(juniperus sabina) womit die Schafe gewa⸗ ſchen werden müſſen.

Will man dieſes Ungeziefer mit der Queckſilber⸗ ſalbe vertreiben, ſo pflegt man nur eine Schnur da⸗ mit zu beſtreichen, und ſolche um einige Theile des Körpers ziemlich feſt, zu binden, worauf ſich dieſe Läuſe augenblicklich verlieren.

§. 632. Von dem Fürfall.

Den Fürfall nennen die Schäfer, wenn einem Schafe entweder durch Schwäche, oder bey dem Lam men, die Gebährmutter durch die Geburtstheile aus⸗ tritt.

Dieſe muß unverzüglich, langſam, mit aller Vor⸗ ſicht, wieder hineingeſchafft werden, zu welchem Be⸗ hufe, wenn man nicht gleich anfänglich gegenwärtig war, es oft nothwendig wird, mit einem laulichten Umſchlag, von Wein, worin Heublumen und bittere