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Das Ganze der Schafzucht in Hinsicht auf unser deutsches Klima, und der angrenzenden Länder, insbesondere von der Pflege, Wartung und den Eigenschaften der Merinos und ihrer Wolle : ein vollständiges, alles umfassendes praktisches Handbuch für Guts- und Schäferey-Besitzer, Beamte, und Schäfer / von Bernhard Petri
Entstehung
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476 §. 629. Von den Maden.

Dieſe rühren von einer Fliege her, welche ihre Eyer in die Mutterſcheide der Schafe oder auf jeden andern wunden Theil hinlegen, wodurch ſich die Maden erzeu⸗ gen, nach und nach größer werden, und ſich je länger je tiefer in das Fleiſch einfreſſen. Man verwahrt dage⸗ gen das Vieh, wenn man im Sommer jede auch die kleinſte und unbedeutendſte Wunde mit Wagenſchmier, Terpentin oder Steinöhl beſtreicht, deſſen Geruch den Fliegen zuwider iſt.

Haben ſich Maden erzeugt, ſo muß man ſelbe ſorgfältig mit einem kleinen Holze aus der Wunde her⸗ ausſchaffen, welche dann mit einem von obenbenanntem Ohl eingeſchmiert wird.

Fein gepulvertes Bleyweiß in die Wunde geſtreut, vertreibt ebenfalls die Maden.

§. 630. Von der Schafzecke.

Die Zecke(acarus ricinus) iſt in denjenigen Ge⸗ genden, wo die Schafe in Laubholzwaldungen zur Wei⸗ de getrieben werden müſſen, wo ſie ſich ihnen anhängt, ſehr gemein. Während ſich dieſes Ungeziefer feſt mit ſei⸗ nen zackichten Füßen in die Haut der Schafe anhängt, und durch ſeinen Blutdurſt dieſe Thiere ſehr quälet, ſo zwar, daß, wenn ſie ſtark damit befallen ſind, ſelbe weder bey Tag noch Nacht Ruhe genießen können, ſo nehmen die Gchafe weder an Fleiſch noch Wolle zu, ſon dern magern zuletzt ganz ab. In dieſem Falle iſt das

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