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Das Ganze der Schafzucht in Hinsicht auf unser deutsches Klima, und der angrenzenden Länder, insbesondere von der Pflege, Wartung und den Eigenschaften der Merinos und ihrer Wolle : ein vollständiges, alles umfassendes praktisches Handbuch für Guts- und Schäferey-Besitzer, Beamte, und Schäfer / von Bernhard Petri
Entstehung
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Schenii 9. 22 459 dätin 1 a zur Inoculation das erſte Erforderniß eine hin⸗ duhh längliche Menge Materie iſt, ſo muß man die am er⸗ 9 ſten natuͤrlich blatternden Stücke ſorgfältig pflegen, und ti alle Tage nachſehen, ob ihre Blattern ſchon Materie 3. dn geben. 4 Sobald man merkt, daß ſich die Blatterhaut in aug 4 Geſtalt einer Blaſe erhebt, und dieſe Blaſe eine waſſer⸗ A1 ähnliche Flüſſigkeit in ſich enthält, ſo iſt auch der Zeit⸗ zea punct da, mit dieſer Flüſſigkeit alle andere Schafe auf fu folgende Art zu impfen. 1 dunn Man laſſe einen gehörig großen Tiſch zum Schaf⸗ ahmn ſtall bringen. Der Operateur ſtelle ſich bey der Mitte en rin desſelben, und laſſe ſich zur Linken das blatternde Schaf, 4 d woraus man die Materie nimmt, zur Rechten aber das* hon oln Schaf, welches inoculirt werden ſoll, darauf legen, und de t tirhe das erſte vom erſten Knechte, das zweyte aber vom mujg zweyten ſo balten, daß der eine den rücklings liegen⸗ 4 in an den Körper und die Vorderfüße, der zweyte aber nächſt G efäric dem Operateur geſtellt, nur allein die Hinterfüße hält. 6 1 Mit der Impfnadel wird alsdann eine Blatter aufge⸗ te dla ſtochen, und mit der hervorquellenden wäſſerigten Feuch⸗ edunn tigkeit die Spitze der Nadel, die der Operateur in der Marris rechten Hand, jedoch nur mit den Fingerſpitzen hält, die M⸗ ſo befeuchtet, daß ſich auch die Nadelrinne damit ein t. Ma wenig anfüllt. Hernach faßt der Operateur mit der lin⸗ gſt eui V ken Hand den reinen Schenkel des zu impfenden Scha⸗ iie u 4 fes bey dem obern Kniegelenke, ſo daß der Daum nach ich den einwärts zu liegen kommt, und mit demſelben die in⸗ nere Schenkelhaut etwas geſpannt werden kann; indem

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